Sachsen-Anhalt

Finanz-Fantasien im Wahlkampf: Warum die Empörung über die AfD scheinheilig ist

Hilfe! Eine Oppositionspartei verspricht im Wahlkampf etwas, was zu viel Geld kostet. Liebe Ökonomen, amtierende Regierungen treiben es noch viel bunter. Ein Kommentar.

4 Min
Ulrich Siegmund, Spitzenkandidat der AfD für die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: Auch seine Wahlversprechen sind nur mit Schulden finanzierbar.

Ulrich Siegmund, Spitzenkandidat der AfD für die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: Auch seine Wahlversprechen sind nur mit Schulden finanzierbar.

© IMAGO/dts Nachrichtenagentur

Das Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) hat eine Studie vorgelegt, die belegen soll, dass die Wahlversprechen der AfD in Sachsen-Anhalt kaum finanzierbar sind. Skandal! Das Handelsblatt schreibt empört: „Das Wahlprogramm der AfD Sachsen-Anhalt würde womöglich eine Milliardenlücke in den Landeshaushalt reißen.“ Ein landeseigenes Kindergeld, ein höherer kommunaler Finanzausgleich, gratis Kita und Mittagessen für Kinder und ein Landespflegegeld für häusliche Pflege – all diese AfD-Vorschläge seien nicht seriös finanzierbar, mahnt die Koryphäe der deutschen Wirtschaftspresse an.

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