Die Mehrheit derjenigen, die auch von daheim oder unterwegs arbeiten können, möchte demnach die neuen Möglichkeiten nicht missen. Gleichzeitig spüren die Menschen auch die Schattenseiten: Der Arbeits- und Zeitdruck ist weiter gestiegen.
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In beiden Befragungen lassen sich die vor allem durch den Homeoffice-Trend in der Corona-Zeit ausgelösten Veränderungen ablesen. So gibt eine Mehrheit der Beschäftigten (55 Prozent) an, die Digitalisierung bedeute für sie wachsende Arbeitsverdichtung. 2019 hatte dieser Wert bei 47 Prozent gelegen. Mehr als jeder Vierte (27 Prozent) stimmte zudem voll oder überwiegend der Äußerung zu, nach der Arbeit nicht abschalten zu können, für weitere 31 Prozent gilt dies zumindest zum Teil. 2019 hatten diese Werte noch bei 20 beziehungsweise 27 Prozent gelegen.
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„Dieser negative Trend ist ein deutliches Warnsignal“, sagt Francesco Grioli, IGBCE-Hauptvorstandsmitglied. Kern des Problems sei eine in vielen Unternehmen stillschweigend vorausgesetzte „Always On“-Haltung. Dem müsse ein Riegel vorgeschoben werden. „Wir brauchen ein Recht auf Nicht-Erreichbarkeit“, forderte Grioli. Gleichzeitig werde die IGBCE mehr Rahmenvereinbarungen zum Arbeitsvolumen mit digitalen Systemen durchsetzen, um die Beschäftigten zu schützen. Zudem gelte es, mobile Arbeit branchenweit ordentlich zu regeln.
Klar ist, dass die Beschäftigten trotz allem auf Homeoffice nicht verzichten möchten. 47 Prozent sind zufrieden mit ihrem aktuellen Anteil an Heimarbeit, weitere 37 Prozent würden ihn gern noch erhöhen.
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