Die Krankheitslast in Thüringen hat 2024 um 32 Prozent über dem Bundesdurchschnitt gelegen. Das teilte die Krankenkasse Barmer am Donnerstag in Erfurt auf Grundlage einer Auswertung ihrer Versichertendaten mit. Als Krankheitslast bezeichnen die Fachleute die Häufigkeit und Schwere von Erkrankungen in der Bevölkerung.
Auch beim Medikamentenverbrauch liegt der Freistaat vorn: Den Menschen in Thüringen wurden 35 Prozent mehr Arzneimittel verordnet als im bundesweiten Mittel.
Große regionale Unterschiede
Innerhalb Thüringens fallen die regionalen Unterschiede deutlich aus. In Jena lag die Krankheitslast laut Barmer 16 Prozent über dem Bundesdurchschnitt, im Kreis Nordhausen dagegen 53 Prozent. Den günstigsten Wert bundesweit verzeichnete Baden-Württemberg mit einer um 13 Prozent niedrigeren Krankheitslast als im Bundesmittel.
Auffällig ist der Zusammenhang mit dem Einkommen. In der Gruppe mit einem Jahreseinkommen bis 20.000 Euro lag die Krankheitslast 2024 rund 67 Prozent über dem Thüringer Durchschnitt.
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