Wo man Hufe hört, da soll man nicht gleich an Zebras denken. Das sind die Worte eines Justizwachtmeisters aus dem Oberlandesgericht Frankfurt am Main, wo seit 2024 einer der größten Staatsschutzprozesse der Nachkriegsgeschichte gegen die sogenannte Gruppe Reuß läuft. 25 Angeklagten um Heinrich XIII. Prinz Reuß wird vorgeworfen, eine terroristische Vereinigung gebildet zu haben, um die verfassungsmäßige Ordnung der Bundesrepublik zu beseitigen. Unter ihnen ist eine Richterin und ehemalige AfD-Abgeordnete, die eine Gruppe von ehemaligen Elitesoldaten und Polizisten mehrmals durch den Reichstag geführt hat, mutmaßlich um das Gebäude für den Tag X auszukundschaften. Der Prozess läuft, die Medien berichten fortwährend.
Dokumentartheater
Im Berliner Ensemble erwacht die Sehnsucht nach einem Staatsstreich: „Sturm auf Berlin“
Marie Schwesinger dokumentiert den Prozess um die Gruppe Reuß und vergleicht ihn mit dem Kapp-Putsch. Ist die Demokratie in Gefahr wie einst die junge Weimarer Republik? Die Kritik
3 Min
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„Sturm auf Berlin“ im Berliner Ensemble. Szene mit Kathleen Morgeneyer, Marc Oliver Schulze, Nina Bruns, Maeve Metelka, Oliver Kraushaar (v.l.)
© Moritz Haase
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