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Sturm-Doppelschlag bis 100 km/h: Morgen fegt Austen übers Land, am Sonntag wird es noch heftiger

Wetter Deutschland: Sturmtief Austen bringt Freitag Sturmböen und bis 40 Liter Regen, am Sonntag drohen an Nord- und Ostsee wieder schwere Sturmböen.

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Eine Trauerweide biegt sich im Herbstwind: Ab morgen bringt Sturmtief Austen Sturmböen im Westen und Norden, am Sonntag folgt das nächste Tief. (Symbolbild)

Eine Trauerweide biegt sich im Herbstwind: Ab morgen bringt Sturmtief Austen Sturmböen im Westen und Norden, am Sonntag folgt das nächste Tief. (Symbolbild)

© Imago/Dieter Stahl

Am Freitag teilt Sturmtief Austen Deutschland entlang des Mains: Südlich davon scheint lange die Sonne, nördlich davon ziehen dichte Wolken und Regen bis an Oder und Neiße. Der Deutsche Wetterdienst erwartet im Westen und Norden stürmische Böen, an der Küste und auf den Bergen Sturmböen, auf dem Brocken sogar orkanartige Böen.

Zwei Tage später rollt das nächste Sturmtief heran – und an der Nordsee fällt es stärker aus als Austen.

Sturmböen ab Freitagmittag: Hier trifft Austen zuerst

Austen ist der erste Sturm, den der britische Wetterdienst in der Saison 2026/27 benannt hat. Das Tief zieht in der Nacht zum Freitag über den Ärmelkanal in die Nordsee und am Samstag weiter Richtung Dänemark. In Südengland und Südwales gilt bereits die mittlere von drei britischen Warnstufen.

Schon heute frischt der Südwestwind an der Nordsee und auf einigen Gipfeln auf, mit Böen um 70 km/h. Wirklich gefährlich wird es aber erst morgen. Am Freitag erreicht der Sturm im Tagesverlauf zuerst den Westen und Südwesten. Im höheren Bergland hält der DWD schwere Sturmböen und vereinzelt Orkanböen für möglich.

Am stärksten weht es vom Freitagnachmittag bis in die Nacht zum Samstag, dann breitet sich der Sturm abgeschwächt nach Osten aus. In den westlichen Staulagen der Mittelgebirge können laut wetter.net binnen 12 bis 24 Stunden 30 bis 40 Liter Regen fallen.

Wer am Freitag unterwegs ist, sollte die amtlichen Warnungen im Blick behalten. Blumenkästen, Sonnenschirme und leichte Gartenmöbel gehören schon heute ins Haus.

Sonntag wird es an der Küste heftiger als bei Austen

In der Nacht zum Samstag erreicht der Regen auch die Gebiete südlich des Mains. Der Samstag bleibt ungemütlich: An der See rechnet der DWD weiter mit stürmischen Böen, im Binnenland flaut der Wind zwischen Schauern ab. An der Ostsee erwartet der Wetterdienst für Samstag Sturmböen am Kap Arkona auf Rügen.

In der Nacht zum Sonntag baut sich nördlich der Britischen Inseln das nächste Tief auf. Am Sonntag hält der Wetterdienst an der See Sturmböen oder schwere Sturmböen für wahrscheinlich, auf einigen Nordseeinseln Windstärke 10, also bis rund 100 km/h.

Wer Austen am Freitag übersteht, hat an der Nordsee das Schlimmste also noch vor sich.

Auch im Westen, im Norden und am Nachmittag von der Mitte bis in den Nordosten sind stürmische Böen möglich. Dazu zieht kräftiger Regen von West nach Ost über das Land, bei Höchstwerten von nur noch 9 bis 15 Grad.

24 Hektopascal in zwölf Stunden: Darum heißt Austen Bombenzyklon

Von einem Bombenzyklon sprechen Meteorologen, wenn der Luftdruck im Kern eines Tiefs binnen 24 Stunden um mindestens 24 Hektopascal fällt. Bei Austen rechnen die Wettermodelle für heute mit einem solchen Absturz in nur rund zwölf Stunden.

Über der Irischen See bringt das Orkanböen bis 160 km/h, über dem Ärmelkanal rund 120 km/h. Der Begriff beschreibt allerdings nur, wie schnell sich ein Tief vertieft, nicht, wie stark der Wind am Ende ausfällt. Auf dem Weg in die Deutsche Bucht verliert Austen deutlich an Kraft.

Mit einem Kerndruck um 970 Hektopascal vor Südwestengland liegt Austen auf dem Niveau von Sturm Herwart. Der zog Ende Oktober 2017 über Deutschland, deckte Dächer ab und legte den Bahnverkehr im Norden lahm.

Sturm in der Nacht der Zeitumstellung: Ab Windstärke 8 gilt es als Sturm

Ausgerechnet in der stürmischen Nacht zum Sonntag werden die Uhren von 3 auf 2 Uhr zurückgestellt. Für Hausbesitzer lohnt sich danach ein Blick aufs Dach und in die eigene Police.

Nach den Musterbedingungen der Versicherer gilt Wind erst ab Stärke 8 als Sturm, das sind rund 62 km/h. Manche Gesellschaften setzen die Grenze schon bei Stärke 7 an. Auch Balkonkraftwerke sollten fest verschraubt oder ausreichend beschwert sein.

An der Küste hat zudem die Sturmflutsaison begonnen. Aktuelle Wasserstandsvorhersagen veröffentlicht das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie.

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In den Alpen ist der erste Neuschnee bereits gefallen. Mit der Kaltfront vom Sonntag könnten auch auf den höheren Gipfeln der Mittelgebirge die ersten Flocken fallen, berichtet Ippen Media.

Ein früher Wintereinbruch folgt daraus nach heutigem Stand nicht. Die Sturmserie läuft zum Wochenstart aus, nur die Küste kommt noch nicht zur Ruhe. Danach könnte sich ein Hoch durchsetzen, mit Sonne oder zähem Nebel in den Niederungen.

Für Montag erwartet der DWD an der Nordsee noch stürmische Böen der Stärke 8.

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