Eine Wetterfront mit kräftigen Windböen hat am Freitagnachmittag die Berliner Feuerwehr in Atem gehalten. Ab etwa 15 Uhr rückten die Einsatzkräfte nach eigenen Angaben zu rund 90 wetterbedingten Einsätzen aus.
Die Feuerwehr rief den sogenannten „Ausnahmezustand Wetter“ aus – eine Einsatzstufe, mit der bei einer hohen Zahl paralleler Notrufe zusätzliche Kräfte mobilisiert werden. Zehn Freiwillige Feuerwehren wurden zur Unterstützung in Dienst gerufen, darunter die Freiwillige Feuerwehr Hellersdorf.
Baum stürzt auf mehrere Autos
Am häufigsten meldeten Anrufer der Feuerwehr zufolge abgebrochene Äste, lose Bauteile und umgestürzte Bäume. Schwerpunkte im Stadtgebiet gab es demnach nicht. Der aufwendigste Einsatz ereignete sich am Bayerischen Platz: Dort stürzte ein etwa 20 Meter hoher Baum auf mehrere geparkte Fahrzeuge. Da der Stamm mit üblichen Mitteln nicht zu bewegen war, kam der Feuerwehrkran des Technischen Dienstes zum Einsatz.
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Verletzte wurden im Zusammenhang mit den Wetterereignissen zunächst nicht gemeldet, wie die Feuerwehr am Abend mitteilte. Der Deutsche Wetterdienst hatte für Berlin vor Sturmböen gewarnt.
Ausfälle bei der S-Bahn
Auch der öffentliche Nahverkehr war betroffen. Die S-Bahn meldete wetterbedingte Ausfälle und Verspätungen auf allen Linien. Die S7 war zwischen Wannsee und Grunewald zeitweise unterbrochen.
In Marzahn-Hellersdorf blockierte einem Bericht des Portals Marzahn-Hellersdorf LIVE zufolge ein großer Ast von einem Straßenbaum in der Erich-Kästner-Straße den Gehweg vollständig. Die Freiwillige Feuerwehr Hellersdorf zerlegte den Ast mit einer Motorkettensäge und räumte den Weg frei. Verletzt wurde niemand.
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