Da in Deutschland täglich mehrere Tausend Menschen sterben, sind Anfang März noch keine Sondereffekte durch die Coronakrise abzulesen. Das Bundesamt schreibt: "Die ersten vorläufigen Daten für das Jahr 2020 geben aktuell noch keine Hinweise auf eine Übersterblichkeit durch COVID-19 mit auffälligen Abweichungen nach oben. Im Januar 2020 starben nach dieser Auszählung etwa 85.000 Menschen. Im Februar 2020 waren es mindestens 79.000 Personen. Auch in der ersten Märzhälfte ist bislang kein auffälliger Anstieg der Sterbefallzahlen erkennbar. Da die Grippewelle 2020 seit Mitte März als beendet gilt, könnte ein möglicher Anstieg von Sterbefallzahlen im weiteren Verlauf des Jahres 2020 in einem Zusammenhang mit der Corona-Pandemie stehen."
Ob die Sterbefallzahlen ab der zweiten Märzhälfte insgesamt erhöht sind, sollen künftig regelmäßig veröffentlichte Sonderauswertungen zeigen, teilte das Statische Bundesamt am Freitag mit. Erste Zahlen für den gesamten März 2020 sollen am 30. April 2020 zur Verfügung stehen.
Sterbefallzahlen liegen über dem Durchschnitt der vergangenen Jahre
Bei den aktuell vorliegenden Daten aus den vergangenen Jahren seien die typischen Schwankungen während der Grippezeit von ungefähr Mitte Dezember bis Mitte April zu erkennen. Im März 2019 starben beispielsweise etwa 86.000 Menschen, im März 2018, also in einem Jahr, als die Grippewelle besonders ausgeprägt war, waren es 107.000. Von diesen Schwankungen, auch das zeigen die Zahlen, ist vorwiegend die Altersgruppe ab 65 Jahren betroffen.
Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]