Die verstärkte Polizeipräsenz in und um Neuenhagen (Märkisch-Oderland) hat die Zahl der Tageseinbrüche in Einfamilienhäuser stark zurückgehen lassen. In der vergangenen Woche registrierte die Polizei nur noch einen Einbruch im Nachbarort Hönow in den Wochen zuvor waren es jeweils bis zu zehn gewesen. "Wir beobachten einen so genannten Verdrängungseffekt", sagte der zuständige Polizeioberkommissar Jörg Reß am Sonnabend in Neuenhagen. Er führte dies auch auf die sehr aktive Unterstützung durch die Mitglieder der so genannten Sicherheitspartnerschaft zurück. Vor allem im Dahlwitz-Hoppegartner Ortsteil Birkenstein und in Vogelsdorf gehen Einwohner Tag und Nacht auf Streife. Reß glaubt allerdings, dass die Einbrecher schon bald einige Kilometer weiter östlich in Gemeinden wie Eggersdorf, Petershagen oder Fredersdorf-Vogelsdorf ihre Ziele suchen könnten. Die mehr als 20 Tageseinbrüche in Einfamilienhäuser hatten in den letzten Wochen für große Unruhe unter den Einwohnern Neuenhagens (9 Einbrüche), Hönows (8) und Birkensteins (7) gesorgt. Im zweiten Halbjahr 1999 waren in diesem Gebiet 45 solcher Delikte registriert worden. Nach Angaben der Polizei werden vor allem Geld, Schmuck und Gebrauchsgegenstände gestohlen, die sich unauffällig transportieren lassen und schnell zu Geld gemacht werden können. Die Täter, bei denen es sich möglicherweise um verschiedene Banden handelt, konnten bislang nicht ermittelt werden. Im Zusammenhang mit dem jüngsten Einbruch in Hönow verfolgt die Polizei jetzt eine Spur. Sie sucht nach zwei Männern mit kurz geschnittenen schwarzen Haaren. Einer der mutmaßlichen Täter ist ca. 35 Jahre alt, 1,80 bis 1,85 Meter groß. Er trug eine schwarze, hüftlange Jacke, schwarze Hose und schwarze Schuhe. (md.)
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