Den 8. Mai 1945 verbrachte die 15 Jahre alte Johanna Ruf am bizarrsten Ort der Welt jener Tage: im Führerbunker und dem Lazarett unter dem Garten der Neuen Reichskanzlei. Am 27. April war sie mit 30 anderen „Mädels“ unter dem Artilleriehagel der vorrückenden Roten Armee und Tieffliegerbeschuss von einem Keller nahe des Anhalter Bahnhofs grüppchenweise zu Hitlers Regierungssitz gelaufen. Sie erinnert sich an die Stimmung: „Wir müssen es wagen. Wir dürfen den Russen so nicht in die Hände fallen, dreißig Mädel, so nicht. Dann lieber da durch.“
Tag der Befreiung
Die letzte Zeugin aus dem Führerbunker: Als BDM-Mädel nahe Hitler und Goebbels
Einzigartiger Bericht der 94 Jahre alten Berlinerin Johanna Ruf: Wie die 15-Jährige die Zeitenwende 1945 erlebte.
Maritta Adam-Tkalec
Maritta Tkalec
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Sowjetische Soldaten in der Nähe des Eingangs zum Führerbunker unter dem Garten der Neuen Reichskanzlei. Sie zeigen auf Benzinkanister. Adolf Hitler hatte angeordnet, seinen Leichnam und den seiner Frau Eva Braun nach beider Selbstmord im Bunker zu verbrennen.
© imago/United Archives
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