Berlin: So viele Attacken gab es 2023 auf Journalisten
Osterhaus sagte im ZDF-„Morgenmagazin“, man schaue sich das jedes Jahr an und habe leider feststellen müssen, dass nur noch in 45, also in einem Viertel der untersuchten Länder, die Lage gut oder zumindest zufriedenstellend sei. „In 36 Ländern ist sie sehr besorgniserregend. Das heißt, dass dort Journalismus – wie wir ihn kennen – eigentlich kaum mehr stattfinden kann.“
Zahl der Übergriffe auf Journalisten in Deutschland zurückgegangen
Deutschland hat seine Position auf der Liste deutlich verbessert und steht auf Rang 10. 2023 belegte die Bundesrepublik noch Platz 21.
Dabei habe sich die Lage allerdings nur in der Kategorie Sicherheit verbessert. Im vergangenen Jahr ging die Zahl der physischen Übergriffe auf Medienschaffende nach Angaben von RSF von 103 auf 41 zurück. Knapp die Hälfte davon hätten sich bei Kundgebungen von „Verschwörungstheoretikern oder extremen Rechten“ ereignet, erklärte die Organisation.
Der Verein weist darauf hin, dass es vorkommen kann, dass sich Länder im Ranking automatisch deshalb verbessern, nur weil sich andere verschlechtert haben. So erklärt sich RSF zum Teil auch den Sprung, den Deutschland gemacht hat.
Auf Platz eins der Rangliste steht zum achten Mal in Folge Norwegen. Dahinter kommen Dänemark (2), Schweden (3), die Niederlande (4), Finnland (5), Estland (6), Portugal (7), Irland (8) und die Schweiz (9) vor Deutschland. Schlusslicht ist Eritrea auf Platz 180. Davor stehen Syrien (179), Afghanistan (178), Nordkorea (177) und der Iran (176).
Zur Methodik der Rangliste: Der Verein vergleicht die Situation für Medienschaffende in rund 180 Ländern. Eine Rolle für die Platzvergabe spielen Sicherheit, politischer Kontext, rechtlicher Rahmen sowie wirtschaftliches und soziokulturelles Umfeld im jeweiligen Land. Der Verein zieht dafür auch Umfragen heran und es werden ausgewählte Journalisten näher befragt. Die Rangliste gibt es seit mehr als 20 Jahren. In die neueste Ausgabe flossen Daten aus 2023 ein.
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