Tame-Impala-Fans haben ganz offensichtlich viel Humor. Das ist nicht wenig wert in diesen turbulenten Zeiten. Wer sonst würde sich für 45 Euro das Stück weiße Fan-T-Shirts kaufen, die in der Berliner Uber-Arena am Tame-Impala-Merch-Table feilgeboten werden – und auf denen in weißen Lettern „Loser“ (zu Deutsch: Verlierer) prangt? Donald Trump ganz sicher nicht.
Die Dame neben mir (geschätzt Mitte 20 Jahre alt) an diesem Mittwochabend, dem 29. April, auf dem Arena-Oberrang wiederum filmt, vergnügt tanzend, gefühlt den ganzen Friedrichshainer Tame-Impala-Konzertabend mit. Allerdings nicht per Smartphone, sondern mit einer (sehr retro!) Digitalkamera wie aus den Nullerjahren.
Währenddessen trägt sie eine Sonnenbrille. Fast so als wäre es nicht ohnehin ziemlich düster in der Halle. Die „Panik“ vor dem Licht allerdings hat sie gemeinsam dem lyrischen Ich in Tame Impalas „Dracula“-Song (von der stärker Dance-orientierten aktuellen Grammy-dekorierten „Deadbeat“-Platte), der heute Abend freilich auch erklingen wird.
Pop
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© Gonzales Photo/Terje Dokken/imago
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