Diesel hat sich in nur einer Woche massiv verteuert, auch Benzin legte kräftig zu. Als größter Treiber gelten die neuen Spannungen zwischen den USA und dem Iran und der damit verbundenen Unsicherheit am Ölmarkt.
Autofahrer in Deutschland müssen deutlich mehr fürs Tanken zahlen. Ein Liter Diesel kostete im bundesweiten Tagesdurchschnitt am Dienstag 2,07 Euro und damit 11,7 Cent mehr als am Dienstag der Vorwoche. Das geht aus Daten des ADAC hervor. Auch Superbenzin der Sorte E10 verteuerte sich spürbar: Ein Liter kostete 2,083 Euro, ein Plus von 5,9 Cent binnen einer Woche.
Der Anstieg setzte sich am Mittwoch fort. Um 10.00 Uhr lag der Dieselpreis nach ADAC-Angaben um 7 Cent über dem Vergleichswert vom Dienstag, E10 verteuerte sich um 3,9 Cent. Der Automobilclub bewertete die aktuellen Spritpreise als zu hoch. Das Portal Tankerkönig verzeichnete Diesel am Mittwoch kurz nach dem Mittagssprung im Durchschnitt bei etwa 2,26 Euro, Super E10 war den Daten zufolge leicht Günstiger bei 2,24 Euro. Im Juni hatten die Preise deutlich nachgelassen, was unter anderem am US-Iran-Abkommen und dem Tankrabatt der Bundesregierung lag, der am 1. Juli ablief.
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Preisabstand zwischen Diesel und Benzin schmilzt
Das momentane Verhältnis der beiden Kraftstoffe zueinander ist ungewöhnlich. Im langjährigen Schnitt ist Diesel deutlich mehr als zehn Cent günstiger als E10, weil er niedriger besteuert wird. Am Dienstag betrug der Abstand im Tagesdurchschnitt nur noch 1,3 Cent. Am Mittwochmittag ist Diesel laut Tankerkönig sogar teurer. Der ADAC geht davon aus, dass dies bald auch im Tagesdurchschnitt der Fall sein wird.
Diesel gilt beim Preis als deutlich krisenanfälliger. Während der Hochphase des Iran-Kriegs war der Kraftstoff nach ADAC-Angaben zwischenzeitlich mehr als 25 Cent teurer als E10.
Ölpreis zieht deutlich an
Als wichtiger Treiber der Entwicklung gelten die verschärften Spannungen zwischen den USA und dem Iran rund um die für den Ölhandel wichtige Straße von Hormus. Auch der Ölpreis hat in den vergangenen Tagen deutlich angezogen. Ein Barrel der Sorte Brent kostete am Mittwochmittag mehr als 85 US-Dollar, am Freitag waren es noch rund 76 US-Dollar gewesen.
In der vergangenen Woche hatte US-Präsident Donald Trump das Abkommen mit dem Iran für beendet erklärt. Seither gibt es nach den vorliegenden Informationen wieder Angriffe und Seeblockaden. Die Lage in der Straße von Hormus ist damit erneut von großer Ungewissheit geprägt, was den Ölpreis treibt.
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