Verkehr

Tarifstreit: Gibt es im März wieder Bahnstreiks?

In Berlin startet die vierte Tarifrunde zwischen Deutscher Bahn und Lokführergewerkschaft GDL. Die Fronten sind verhärtet. Das müssen Fahrgäste wissen.

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Im festgefahrenen Tarifkonflikt zwischen der Deutschen Bahn und der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) treffen sich beide Seiten ab Montag zur vierten Verhandlungsrunde in Berlin. Die Gespräche sind auf fünf Tage angesetzt.

Die GDL geht mit klaren Forderungen in die Verhandlungen: Insgesamt 8 Prozent mehr Einkommen verlangt die Gewerkschaft für ihre Mitglieder. Davon sollen 3,8 Prozent über eine klassische Entgelterhöhung erreicht werden. Den restlichen Teil will die GDL durch Umstrukturierungen im Tarifsystem erzielen, unter anderem durch die Einführung einer neuen Tarifstufe.

Zusätzlich pocht die Gewerkschaft auf eine kurze Laufzeit des neuen Tarifvertrags von lediglich zwölf Monaten. Das würde bedeuten, dass bereits in einem Jahr erneut Verhandlungen anstehen könnten.

Die Deutsche Bahn hat bislang kein konkretes Gegenangebot vorgelegt. Ob sich das in dieser Verhandlungsrunde ändert, ist offen.

Reisende vorerst nicht betroffen

Für Fahrgäste gibt es zunächst Entwarnung: Bis Ende Februar gilt die Friedenspflicht, in der die GDL keine Warnstreiks ausrufen darf. Der Bahnverkehr bleibt damit vorerst stabil.

Sollten die Verhandlungen jedoch scheitern und die Friedenspflicht enden, könnte der Konflikt für Reisende schnell wieder spürbar werden. Die Positionen beider Seiten liegen weiterhin weit auseinander.

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