Berliner Uniklinikum

Tarifverhandlungen an der Charité: Ärzte wollen mehr Geld und Entlastung

Marburger Bund fordert: „Den hochbelasteten Ärztinnen und Ärzten müssen echte Erholungsphasen garantiert werden.“

2 Min
Das Bettenhochhaus der Charité in Berlin-Mitte: An dem Uniklinikum beginnen Tarifverhandlungen für 2700 Ärzte.

Das Bettenhochhaus der Charité in Berlin-Mitte: An dem Uniklinikum beginnen Tarifverhandlungen für 2700 Ärzte.

© imago

An der Charité Berlin haben die Tarifverhandlungen für Ärzte begonnen. Der Marburger Bund fordert eine lineare Gehaltserhöhung von acht Prozent. Vor allem aber will die Gewerkschaft erreichen, dass sich die Zeitzuschläge für die Arbeit zu ungünstigen Zeiten erhöhen. „Arbeit in der Nacht, an Wochenenden und Feiertagen sowie zu Randzeiten stellt oftmals eine erhebliche Belastung für die Ärztinnen und Ärzte und ihre Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben dar“, teilt der Marburger Bund mit, der außerdem beim Zusatzurlaub als Belastungsausgleich Verbesserungen erreichen will.

Kliniklandschaft vor Umwälzungen

„Die besonderen Anforderungen beispielsweise der Nachtarbeit müssen endlich angemessen berücksichtigt werden. Den hochbelasteten Ärztinnen und Ärzten müssen echte Erholungsphasen garantiert werden“, sagt Peter Bobbert, Vorstandsvorsitzender des Marburger Bundes Berlin-Brandenburg, der etwa 2700 an der Charité tätige Mediziner vertritt. Der momentane Tarifvertrag für das ärztliche Personal an dem Uniklinikum wurde 2024 geschlossen. Die Verhandlungen fallen in eine Phase, in der die Krankenhauslandschaft hierzulande vor einem grundlegenden Umbau steht.

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