Eine junge Frau mit wirrem Blick und blutverschmierten Händen (Klara Lange) irrt zwischen den Regalen eines Asia-Shops umher. Sie gibt vor, sich an nichts erinnern zu können. Ihre teure Kette führt die Dortmunder Ermittler vom Juwelier in eine Industriellenfamilie. In der Villa lebt die Verwirrte mit ihrer Mutter (Marie-Lou Sellem). In der Küche finden sich Blutspuren ihres Vaters, im Garten ein blutiges Messer. Doch der Leichnam bleibt verschwunden, und seltsamerweise scheint den Mann auch niemand zu vermissen. Das mutmaßliche Opfer hatte in die Stahldynastie eingeheiratet und die meiste Zeit in China als Manager des Konzerns gearbeitet – die Firma stand unter dem zunehmenden Druck der Einheimischen.
Im „Tatort“ rangieren „die Chinesen“ als Dauerverdächtige ja gleich hinter „den Russen“, und auch der 25. Dortmunder Fall bedient die langlebigen Klischees und spielt mit seinem Titel „Made in China“ darauf an, dass aus dem Reich der Mitte hauptsächlich Spione und andere Fieslinge zu erwarten seien. Denn „Made in China“ heißt auch hier immer noch: „Alles nur geklaut“ vom deutschen Know-how. Das Drehbuch von Wolfgang Stauch wirkt, als wäre es in den 90ern geschrieben worden.
UPDATE
TV-Krimi
„Tatort: Made in China“ aus Dortmund: Blut, Streit und Tricks
Im „Tatort“ rangieren „die Chinesen“ als Dauerverdächtige ja gleich hinter „den Russen“. Das Drehbuch von Wolfgang Stauch wirkt, als wäre es in den 90ern geschrieben worden. Die TV-Kritik.
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Kommissar Peter Faber (Jörg Hartmann) und seine Kollegin Rosa Herzog (Stefanie Reinsperger)
© Thomas Kost/WDR
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