Dieser Mann führt einen einsamen Kampf. Er trägt eine Arbeitsmontur, darüber eine orangefarbene Weste. Der Treppenaufgang zum U-Bahnhof Bülowstraße in Schöneberg ist sein Arbeitsplatz, Kampfplatz für den Besen, den er in der einen Hand hält. In der anderen hat er einen Stiel, unten mit einem aufklappbaren Behälter versehen, wie ihn Reinigungskräfte in Fast-Food-Restaurants benutzen.
Der Mann entfernt halbherzig einige Zigarettenkippen vom Boden und dann sich selbst sehr unauffällig. Als ginge ihn das alles nichts an: die fleckige Matratze aus Schaumstoff, die an einem Pfeiler des U-Bahn-Viadukts lehnt. Der zerbeulte Wäscheständer. Der halbleere Farbeimer. Die Essensreste. Und die erwartungsfrohen Tauben, die geglaubt zu haben scheinen, dass dieser Typ mit Warnweste ihnen ein paar Körner zuwirft. Das haben vorher schon andere erledigt. Eine hellbraune Insel ragt aus weißgrauer Gischt, die der Berliner Volksmund in seiner sehr konkreten Art Taubenscheiße nennt.
Uglymeter
Tauben-Hotspot Bülowstraße: So groß ist das Problem mitten in Berlin wirklich
Der Kot der Vögel ist unübersehbar in dem Schöneberger U-Bahnhof. Was steckt da eigentlich drin? Eine Analyse mit Triggerwarnung.
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Eine Taube schlägt mit den Flügeln: Geschätzte 15.000 von ihnen leben in Berlin.
© Malin Wunderlich/dpa
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