Zur Musik von Krieg der Sterne leuchten die Fenster mal grell rot, dann wieder nur grün oder lila. Kurz danach wechseln die Farben im Haus der Komischen Oper zu elektronischen Klängen, dann zu Klaviertakten. Die Zuschauer auf der Mittelpromenade Unter den Linden lauschen gebannt und können sich von dem Farbspiel nicht losreißen - das ist das Festival of Lights, wie es sich die Macher der City-Stiftung Berlin und der Lichtdesigner Andreas Boehlke wohl gewünscht haben. Macht die Musik Pause, klatschen die Berliner sogar spontan Beifall."Das Zusammenspiel ist doch wie eine Oper. An Stelle von Tanz wird hier Licht gezeigt", sagt Hubert Warkotsch. Ähnlich denken wohl viele an diesem Sonnabendabend. Tausende pilgern vom Alexanderplatz zum Brandenburger Tor, das an diesem Abend als Unterstützung für die Estée Lauder Companies im Kampf gegen den Brustkrebs ganz in Pink leuchtet - vorbei am Fernsehturm, dem Alten Museum und den blau ausgeleuchteten Linden. Die meisten haben Kameras dabei und versuchen, gestützt auf die Schulter ihrer Partner oder mit wackligen Stativen, das Lichtspektakel festzuhalten. Den Lustgarten etwa haben die Hobbyfotografen und -filmer zu großen Teilen in Beschlag genommen, denn dort wird der Dom mit sechs riesigen Diaprojektoren für dieses Jahr letztmalig angestrahlt. "Die Menschen entdecken ihre Stadt neu, das ist doch fantastisch", sagt Bernd Andrich von der City-Stiftung. Mittlerweile kämen Besucher extra wegen des Festivals nach Berlin.Nicht ganz so spektakulär präsentiert sich die City-West. Wie die Linden strahlt zwar auch der Kudamm blau. "Die riesengroßen Lampen in den Bäumen aber finde ich billig", sagt Regina Manneck, während ihr Mann eine Ecke weiter lieber das rot angestrahlte Theater des Westens fotografiert.Das Festival of Lights geht noch bis 29. Oktober, mehr als 40 Gebäude werden in der Stadt jeden Abend meist zwischen 18 und 6 Uhr angestrahlt. "Wir wollen die Stadt schöner machen, sie soll in sich wirken", sagt Lichtdesigner Boehlke.------------------------------Foto: Unter den Leuchten - der Kudamm präsentierte sich am Sonnabend als Neon-Boulevard in Diskoblau.------------------------------Foto: Ganz in Rot - und damit passend zum Musical-Plakat für Aida zeigt sich das Theater des Westens. Die Passanten finden die Farbe einfach toll, denn so fällt das Gebäude hinter dem Neuen Kranzler Eck mehr auf.------------------------------Foto: Kontrastreiches Farbspiel - das gab es Unter den Linden an der Komischen Oper. Rhythmisch auf die Begleitmusik abgestimmt, wechselte das Licht in den beiden Fensterreihen. Nicht nur die Berliner, auch viele Touristen erfreuten sich an dem Schauspiel.------------------------------Foto: Noch höher als sonst - so erscheint der Fernsehturm durch die Beleuchtung des Beton-Schaftes.
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