Techno-Club droht jetzt die Schließung

Ministerium versperrt Weg zum E-Werk

Lothar Münner
2 Min

Ein hundert Meter langer Weg könnte den Betreibern des Technoclubs E-Werk im Bezirk Mitte zum Verhängnis werden: Das Bundesfinanzministerium weigert sich, den Betreibern den einzigen Zugang zur Wilhelmstraße längerfristig zur Verfügung zu stellen. Das denkmalgeschützte Fabrikgebäude auf dem Gelände zwischen der Leipziger- und Zimmerstraße gehört der Bewag. Das angrenzende Grundstück, auf dem sich der Weg befindet, ist im Besitz des Bundes. Die Betreiberfirma Planetcom hat mit der Bewag einen zehnjährigen Mietvertrag abgeschlossen. Nun will sie einen Kredit über 2,5 Millionen Mark aufnehmen, um das Gebäude in eine Mehrzweckhalle umzuwandeln. Planetcom rechnet mit 200 000 Besuchern pro Jahr. Das seit 1997 geschlossene E-Werk sollte in vier Monaten wiedereröffnen. Ob es dazu kommt, ist nicht sicher. "Das Finanzministerium erlaubt uns immer nur, den Weg für drei Monate zu benutzen. In Bonn wird noch überlegt, was mit dem Gelände passieren soll", sagt Ralf Regitz von Planetcom. Sollte der Bund keine Genehmigung mehr erteilen, würde die Bauaufsicht den Betrieb des E-Werks verbieten. Zehn Arbeitsplätze seien gefährdet.Die Betreiberfirma fordert vom Finanzministerium einen Nutzungsvertrag mit einer Laufzeit von mindestens fünf Jahren. Regitz: "So lange bräuchten wir, um einen weiteren Kredit über eine Million Mark für den Bau eines neuen Weges aufnehmen zu können."

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