Der Tempelberg in der Jerusalemer Altstadt gehört zu den heiligsten Stätten des Judentums und des Islams. Auch die Christen verehren den Ort. Hier stand der im Jahre 70 nach Christus von den Römern zerstörte zweite jüdische Tempel. Die Klagemauer ist einer der Reste des Tempels aus der Zeit des Königs Herodes. Auf dem Berg selbst stehen der 638 unter Kalif Omar begonnene Felsendom und die Al-Aksa-Moschee. Für Moslems ist der Komplex nach Mekka und Medina die drittheiligste Stätte. Der Tempelberg wird durch eine arabische Religionsbehörde, den Waqf, verwaltet. Er genießt nahezu vollständige Autonomie. Jüdische Radikale lehnen die in ihren Augen arabische "Besetzung" des Tempelbergs ab und wollen dort den dritten jüdischen Tempel errichten. Wiederholt kam es daher am Tempelberg zu blutigen Auseinandersetzungen. Seite 8
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