Das Tempelhofer Feld bringt die Hauptstadt immer wieder aufs Neue in Versuchung. Dort, mitten im südlichen Teil Berlins, liegen 300 Hektar freie Fläche. Es ist größer als der Tiergarten und umfasst die gesamte Fläche der Wiener Innenstadt. Damit das Feld als solches erhalten bleibt, stimmten die Berliner vor zwölf Jahren für den Gesetzentwurf der Initiative „100 Prozent Tempelhofer Feld“. Das Land verzichtete damit auf die Veräußerung, Bebauung und Teilprivatisierung des ehemaligen Flughafengeländes. Das Feld sollte frei bleiben.
Und doch ist die Frage, ob Berlin es sich leisten kann, eine so große Fläche in zentraler Lage dauerhaft unbebaut zu lassen, nie ganz verschwunden. Eine aktuelle Insa-Umfrage im Auftrag der Industrie- und Handelskammer (IHK) zeigt eine deutliche Verschiebung: Gut 59 Prozent der Befragten befürworten inzwischen eine Randbebauung zur Schaffung neuen Wohnraums. Lediglich ein Viertel lehnt diese noch kategorisch ab.
Stadtplanung
Tempelhofer Feld: Ist das der Kompromiss für die Bebauung?
Berlin braucht Wohnraum, das Feld bietet Platz. Eine Initiative schlägt vor, einen Teil des Ex-Flughafens in eine Stiftung zu überführen.
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Das Tempelhofer Feld gilt für viele Berliner als Symbol für Freiraum. Nun wird erneut über eine Randbebauung diskutiert.
© Daniel Bockwoldt
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