Der US-Elektroautohersteller Tesla hat angekündigt, die Produktion seiner beiden bekannten Fahrzeugmodelle – Model S und Model X – ab dem kommenden Quartal einzustellen. Das erklärte Tesla-Chef Elon Musk während eines Telefonats mit Investoren und Analysten, wie Reuters berichtete.
„Wir gehen davon aus, die Produktion der Modelle S und X im nächsten Quartal schrittweise einzustellen und die Produktion dann im Wesentlichen zu beenden“, sagte Musk einem NBC-Bericht zufolge. „Das ist etwas schade“, fügte er hinzu. Die Entscheidung sei jedoch „Teil unseres Gesamtwandels hin zu einer autonomen Zukunft“.
Musk will humanoide Roboter und Robotaxis bauen
Die frei werdenden Produktionskapazitäten im kalifornischen Werk Fremont sollen künftig für die Fertigung humanoider Roboter der geplanten Optimus-Reihe genutzt werden, so Musk. Diese sind noch nicht auf dem Markt.
Das Tesla-Modell S kam 2012 auf den Markt, das Model X folgte 2015. Beide Fahrzeuge trugen dazu bei, Elektroautos vom Nischenprodukt zum Massenmarkt zu führen, und machten Tesla zum wertvollsten Autohersteller der Welt. Das Model S führte laut NBC zeitweise Kundenzufriedenheitsumfragen an und entwickelte eine treue Anhängerschaft.
Die Entscheidung fiel zeitgleich mit der Veröffentlichung der Quartalszahlen. Der Gesamtumsatz sank im Jahr 2025 um etwa drei Prozent auf rund 94,83 Milliarden US-Dollar, was laut Reuters den ersten jährlichen Umsatzrückgang des Unternehmens markierte. Tesla hatte demnach auf Rabatte und Anreize gesetzt, um Absatzzahlen zu sichern.
Gleichzeitig kündigte Tesla eine Investition von zwei Milliarden Dollar in Musks Künstliche-Intelligenz-Unternehmen xAI an. Tesla erwartet außerdem einen Ausbau der Produktion von Robotaxis, die autonom fahren sollen. Allerdings hat Tesla in der Vergangenheit mehrfach selbstgesteckte Ziele verfehlt. Derzeit betreibt das Unternehmen etwa einen begrenzten Robotaxi-Dienst in Austin, Texas.
Musk warnte vor einem drohenden Engpass bei Speicherchips, der Teslas Pläne gefährden könnte. Er sagte deshalb, dass das Unternehmen zum Schutz vor dieser Gefahr den Bau einer eigenen Chipfabrik in Betracht ziehen könnte. „Wenn wir das nicht tun, werden wir grundlegend durch die Lieferkette eingeschränkt sein“, sagte er und betonte: „Im schlimmsten Fall einer geopolitischen Krise wäre das eine ziemlich ernste Situation.“
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