MITTE. Mit einem neuen Projekt will jetzt die Verkehrsverwaltung das Problem des wilden Parkens am Rande kostenpflichtiger Parkraum-Zonen in der Innenstadt lösen: Für Haltezeiten bis zu zwei Stunden sollen Autofahrer nur die Ankunftszeit auf einer Parkscheibe einstellen müssen. Gezahlt werden muß nicht. Die Regelung, die montags bis freitags von 9 19 Uhr und sonnabends von 9 14 Uhr gelten soll, wird an den Straßenrändern der Karl-Marx-Allee zwischen Schillingstraße und Strausberger Platz getestet. "Wir wollen den Geschäftsleuten gleichzeitig helfen. Kunden sollen vor den Läden einen Parkplatz finden", sagt Karl-Heinz Winter von der Verkehrsverwaltung. In den vergangenen Wochen hatten sich Geschäftsleute beschwert, daß Wege und Zufahrten am Rand der bewirtschafteten Zone von Dauerparkern zugestellt wurden. Laut Winter soll die Parkscheiben-Regelung von einem ABM-Projekt begleitet werden. Obwohl sie bereits im Juli angeordnet wurde, hat das Bezirksamt die passenden Straßenschilder noch nicht aufgestellt. "Wir wollen, daß Parkzonen außer in den Altbaugebieten nördlich der Torstraße im ganzen Bezirk eingerichtet werden", sagt Baustadtrat Thomas Flierl (für PDS). Er schlägt auch vor, daß Autofahrer, die im Umkreis von Theatern, Kinos und Lokalen ihren Wagen parken, bis 23 Uhr dafür bezahlen. Außerdem solle die Zuständigkeit für alle bereits bewirtschafteten 11 000 Parkplätze an den Bezirk übertragen werden. Dies stellt die Verkehrsverwaltung frühestens für das Jahr 2001 in Aussicht. (ua.)
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