An sechs internationalen Flughäfen Thailands gilt seit Samstag eine erhöhte Servicegebühr für abfliegende Passagiere auf internationalen Strecken. Statt bisher 730 Baht werden nun 1.120 Baht pro Person fällig, umgerechnet rund 30 Euro. Das berichtete das thailändische Nachrichtenportal The Nation.
Betroffen sind die von der staatlichen Betreibergesellschaft Airports of Thailand (AOT) verwalteten Flughäfen Suvarnabhumi und Don Mueang in Bangkok sowie die Airports in Chiang Mai, Chiang Rai, Phuket und Hat Yai. Die Gebühr gilt sowohl für thailändische als auch für ausländische Reisende. Für Inlandsflüge bleibt die Abgabe unverändert bei 130 Baht je Passagier.
Gebühr im Ticketpreis enthalten
Eine gesonderte Zahlung am Flughafen ist nicht erforderlich. Die Passagiergebühr sei bereits im Flugticket enthalten, teilte die thailändische Tourismusbehörde TAT in einer Vorabinformation mit. Tickets, die vor dem Stichtag ausgestellt wurden, sind den Angaben zufolge von der Erhöhung nicht betroffen. Wer ab dem 20. Juni bucht, zahlt den neuen Tarif.
Die Betreibergesellschaft AOT begründet die Anhebung laut TAT mit notwendigen Mehreinnahmen für den Flughafenbetrieb, den Ausbau der Infrastruktur, technische Modernisierungen und Verbesserungen im Passagierservice. Geplant seien unter anderem Erweiterungsprojekte, neue Abfertigungsanlagen und automatisierte Service-Systeme, um Wartezeiten zu verkürzen und Abläufe zu beschleunigen. Damit solle die Kapazität der Flughäfen langfristig an die wachsende Nachfrage im internationalen Reiseverkehr angepasst werden.
Neue Einreiseregeln und rückläufige Besucherzahlen
Neben der Gebührenerhöhung hat Thailand auch schärfere Einreiseregeln beschlossen. Das Kabinett billigte am 19. Mai die Abschaffung der visumfreien Einreise für bis zu 60 Tage für Besucher aus 93 Ländern und Gebieten, wie das englischsprachige Nachrichtenportal Khaosod English unter Berufung auf Tourismusminister Surasak Phancharoenworakul berichtete.
Eine visumfreie Einreise für bis zu 30 Tage bleibt bestehen, wie Mungkorn Pratoomkaew, Leiter der Konsularabteilung im thailändischen Außenministerium, erklärte. Die Zahl der berechtigten Länder und Gebiete sinkt jedoch von 57 auf 54.
Die höhere Abfluggebühr fällt in eine Phase rückläufiger Besucherzahlen. Vom 1. Januar bis 17. Mai 2026 sank die Zahl der Ankünfte nach Angaben des thailändischen Tourismusministeriums um 3,31 Prozent auf 12,9 Millionen. Die staatliche Planungsbehörde rechnet für das laufende Jahr mit 32 Millionen ausländischen Besuchern, nach rund 33 Millionen im Vorjahr.
Der Tourismus zählt laut der Nachrichtenagentur Reuters zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen Thailands, der zweitgrößten Volkswirtschaft Südostasiens.
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