THAILAND - Die Opposition blockiert den Flughafen der Hauptstadt. Sie fordert den Rücktritt des Premiers. Doch der Regierungschef will im Amt bleiben. Das Militär plädiert für Neuwahlen. Tausende Urlauber sitzen fest.

Tausende sitzen fest

BLZ
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BERLIN. Angesichts der Regierungskrise in Thailand hat das Auswärtige Amt Bundesbürgern empfohlen, den internationalen Flughafen der Hauptstadt Bangkok vorerst zu meiden. Auf dem blockierten Airport sind tausende Urlauber gestrandet, darunter auch viele Deutsche. Allein die Reisekonzerne TUI, Thomas Cook Rewe und Alltours zählten mehr als 400 betroffene Urlauber, die in Bangkok festsitzen. Sie verbrachten die Nacht auf Bänken und Gepäckbändern des Flughafens oder harrten in Hotels aus. Viele Touristen waren offensichtlich auch deshalb verärgert, weil Flughafenangestellte einfach davongelaufen waren, als die Oppositionellen das Gelände stürmten. Aber alle betroffenen Gäste seien wohlauf, erklärten Reisekonzerne und Fluggesellschaften gestern. Wegen der Situation in Bangkok sagten gestern Fluggesellschaften und Reiseveranstalter etliche Reisen nach Thailand ab. Direktflüge in die Urlaubergebiete nach Phuket fänden wie geplant statt, erklärten die Unternehmen.Umbuchen und stornieren möglichTUI und Thomas Cook strichen alle für gestern und heute geplanten Flüge nach Bangkok. Betroffene Urlauber können kostenlos umbuchen oder stornieren. Auch die Spezialreiseanbieter Dertour und Meier's Weltreisen haben bis einschließlich heute alle Thailand-Reisen mit einem Flug nach oder über Bangkok abgesagt. Die Rewe-Pauschalanbieter ITS, Jahn Reisen und Tjaereborg und der Veranstalter Alltours ließen zunächst nur die für gestern geplanten Reisen ausfallen.Viele deutsche Urlauber haben ihre Reise mit dem zu Air Berlin gehörenden Ferienflieger LTU angetreten, der zehn Mal pro Woche nach Thailand fliegt. Derzeit sind nach Angaben von Air Berlin etwa 450 Fluggäste in Phuket und Bangkok, die ihre Heimreise nicht antreten können. Die größte deutsche Fluggesellschaft Lufthansa hat noch keine Flüge abgesagt. Allerdings konnte eine Maschine nicht wie vorgesehen in Bangkok zwischenlanden und flog stattdessen direkt nach Kuala Lumpur weiter. Die 200 Betroffenen sollten so bald wie möglich nach Bangkok gebracht werden, sagte ein Sprecher. (BLZ)Service: Das Auswärtige Amt weist auf Hotlines hin - 030/50 00 60 06 01 zur Lage allgemein sowie 02-132-1882 zur Situation am Flughafen Bangkok.------------------------------Foto: In schwieriger Lage: Thailands Premier Somchai grüßt seine Landsleute aus der Provinzstadt Chiang Mai.

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