Gleich vier Theater dürfen sich ab sofort "Theater des Jahres" nennen, weil je vier von 39 unabhängigen Kritikern bei der Umfrage der Fachzeitschrift "Theater heute" für sie gestimmt haben: das Deutsche Theater Berlin, das Schauspielhaus Hamburg, die Münchner Kammerspiele und die Neue Bühne Senftenberg. Den Titel "Beste Inszenierung" teilen sich Stefan Puchers "Othello" (Hamburger Schauspielhaus) und Dimiter Gotscheffs "Iwanow" (Volksbühne). Wobei letztere zusätzlich für Katrin Bracks Bühnenbild den Titel "Ausstattung des Jahres" abräumte. Ulrich Matthes (als George in "Wer hat Angst vor Virginia Woolf?", DT) und Wiebke Puls (als Kriemhild in "Die Nibelungen", Münchner Kammerspiele) sind Schauspieler und Schauspielerin des Jahres geworden. Auch den Titel: "Ärgernis des Jahres" dürfen sich zwei Kandidaten teilen: der Bundespräsident Horst Köhler für die Forderung nach mehr Werktreue auf deutschen Bühnen und der Berliner Verlag Felix Bloch Erben für das gerichtliche Vorgehen gegen die Dresdner "Weber"-Inszenierung von Volker Lösch. (BLZ)
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