Sachsen

Themenvielfalt – ja, Meinungsvielfalt – nein: Die Medientage Mitteldeutschland

In Leipzig hörte die Medienbranche wieder einmal in sich hinein und diskutierte unter anderem den Rundfunkbeitrag, die ÖRR-Reform und die Zukunft von Social Media.

4 Min
„Im Osten nichts Neues? Ostdeutschland in den Medien“: Nur eine von vielen Gesprächsrunden, in denen sich Deutschlands Medienmacher vor allem mit sich selbst beschäftigten.

„Im Osten nichts Neues? Ostdeutschland in den Medien“: Nur eine von vielen Gesprächsrunden, in denen sich Deutschlands Medienmacher vor allem mit sich selbst beschäftigten.

© Rico Thumser/epd

Reiner Haseloff hört keinen Deutschlandfunk mehr, Dirk Oschmann schreibt seit seinem explosiven Buch sehr viele E-Mails, und Martin Heine, Chef der AG Medientage, fürchtet „ein bissel um die Meinungsfreiheit“, wenn er an das Koalitionspapier denkt, mit dem die zukünftige Regierungskoalition Desinformation und Fake News in den sozialen Medien bekämpfen will. Es sind also nicht nur Medien-, sondern auch Bekenntnistage in Leipzig. Allerdings vergeben sich diese genau die Explosivität, die sie so sehr lieben und von der sie leben, indem sie – wie so oft – in politischer Einhelligkeit stattfinden und konservative Meinungsmacher ausschließen. Und diese Farbe fehlt dann eindeutig bei Gesprächsrunden, die mit so tollen Themen aufwarten wie „Im Osten nichts Neues? Ostdeutschland in den Medien“ oder „Inside Social Media: Wahlkampf, Manipulation, Regulierung“ oder auch „Die Akte Rundfunkbeitrag: Reformstau oder Neuanfang“. Die Kontroverse wird nur angedeutet, ausgelebt wird sie nicht.

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