Das Thüringer Gesundheitsministerium hat den ersten Todesfall der laufenden Grippesaison bestätigt. Dabei handelt es sich um eine Person im Alter von über 70 Jahren, die infolge einer Influenza-Erkrankung verstorben ist. Nähere Angaben zu den Umständen machte das Ministerium nicht.
Insgesamt bewegen sich die Grippefallzahlen im Freistaat laut Behörde weiterhin auf einem niedrigen Niveau. Bis zum Ende der vergangenen Woche wurden 66 Influenza-Fälle laborbestätigt, 26 der Erkrankten mussten stationär im Krankenhaus behandelt werden.
Das Ministerium weist zugleich darauf hin, dass von einer Dunkelziffer auszugehen sei. Da die klinischen Symptome einer Grippe meist eindeutig sind, verzichten Ärzte häufig auf eine Labordiagnostik, die für den direkten Nachweis der Grippeviren notwendig wäre.
Deutliche Zunahme bei Babys und Kleinkindern
Parallel zum Start der Erkältungssaison registrieren die Thüringer Arztpraxen eine erhöhte Nachfrage. In der Woche bis zum 18. Oktober suchten nach Angaben des Ministeriums rund 16.600 Menschen wegen akuter Atemwegserkrankungen einen Arzt auf. Im Vergleich zur Vorwoche sei die Gesamtzahl der Arztbesuche leicht zurückgegangen.
Anders stellt sich die Lage bei den Jüngsten dar: Besonders bei Babys und Kleinkindern verzeichnen die Praxen eine deutliche Zunahme. Rechnerisch wurde in der betreffenden Woche etwa jedes 19. Kind unter fünf Jahren bei einem Arzt vorgestellt.
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