Der Konzern ThyssenKrupp wird am Schlossplatz , links vor dem ehemaligen Staatsratsgebäude, seine Hauptstadtrepräsentanz errichten. Das Gelände kaufte das Essener Unternehmen jetzt für 1,9 Millionen Euro über den Liegenschaftsfonds Berlin. Doch es gibt Kritik im Abgeordnetenhaus an dem Geschäft. Weil ThyssenKrupp auf eigene Kosten das Gelände baureif machen wird, werden diese Ausgaben mit dem Kaufpreis verrechnet. Für die Landeskasse bleibt dann kaum etwas übrig. Morgen wird sich der Vermögensausschuss mit dem Deal beschäftigten."Ich bin froh, dass es in unmittelbarer Nähe zum Humboldt-Forum weitergeht", sagte Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) gestern. Der Chef des Liegenschaftsfonds, Holger Lippmann, betonte, dass kein Bieterverfahren erforderlich gewesen sei. ThyssenKrupp, eines der 25 Stifter-Unternehmen für die Elite-Hochschule ESMT, die im ehemaligen Staatsratsgebäude untergebracht ist, konnte das Grundstück direkt erwerben. Nach Angaben aus Unternehmenskreisen sollen bis Ende des Jahres noch technische Probleme geklärt werden, dann der Architekt gesucht werden. Im Jahr 2011 könne die Repräsentanz stehen. Zehn bis 15 Millionen Euro werde der Bau voraussichtlich kosten, hieß es im Unternehmen. (cri.)
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