Umbau

Tierpark: Die Elefanten ziehen weg aus Berlin

Die Dickhäuter Louise und Frosja sind bereits in Augsburg, ihre Artgenossen wechseln in andere Zoos. Sie alle müssen umziehen, weil ihre Anlage umgebaut wird.

Norbert Koch-Klaucke
Norbert Koch-Klaucke
3 Min

Die ersten beiden Tiere sind bereits in diesen Tagen umgezogen. Es sind die asiatischen Elefantenkühe Louise (46) und Frosja (39), die nun im bayerischen Zoo Augsburg Quartier gefunden haben.  Um die Eingewöhnung der beiden Tiere dort zu erleichtern, sind ihre langjährigen Pfleger Mario Hammerschmidt und Ralf Seemann  mitgereist. 

Louise und Frosja haben den Transport gut überstanden, teilte Tierpark-Sprecherin Katharina Sperling mit. Die beiden Dickhäuter finden im Augsburger Zoo eine neue Elefantenanlage vor. Sie werden dort mit den Weibchen Targa und Burma eine Art Wohngemeinschaft für Elefanten-Seniorinnen bilden. Denn Targa gehöre mit ihren 63 Jahren weltweit zu den ältesten Elefanten, heißt es aus dem Zoo Augsburg. „Selbstverständlich schmerzt uns der Abschied, aber wir wissen Louise und Frosja bei den Augsburger Kollegen in guten Händen“, sagt Tierpark-Direktor  Andreas Knieriem. 

Bis zum Sommer werden dann die anderen Elefanten den Tierpark Berlin verlassen. Dazu gehören die Weibchen  Kewa (37), Lilak (48) und Kariba (14) sowie Pori (39). In welche Zoologischen Gärten sie kommen, wird noch zusammen mit den Experten des Europäischen  Erhaltungszuchtprogramms (EEP) entschieden.

Nach dem Wegzug der Elefanten wird in Friedrichsfelde der Umbau ihres einstigen  Geheges  gestartet. In zwei Jahren soll die neue Afrika-Landschaft fertig sein. Geplant ist eine Savannenszenerie  mit kleinen Felsen und einem Wasserloch, in der Besucher neben Elefanten auch Zebras, Antilopen und Giraffen zu sehen bekommen. 

Im Mittelpunkt der Anlage soll ein neues Elefantenhaus stehen. Dazu wird das bisherige Dickhäuterhaus, das 1989 errichtet wurde, für 35,4 Millionen Euro grundlegend umgebaut. Das alte Gebäude aus Beton, Stahl und Glas entsprach schon lange nicht mehr den Ansprüchen einer modernen  und artgerechten Tierhaltung, kritisierte Knieriem. Auch die technischen Anlagen galten nicht mehr als zeitgemäß.

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Das soll sich mit dem neuen Haus ändern. Mit insgesamt 3000 Quadratmetern wird sich dort im Inneren vor allem der Platz für Elefanten um das Zehnfache vergrößern, teilte der Tierpark mit. Auch werden in dem Haus nicht mehr wie bis jetzt unterschiedliche Dickhäuter, sondern nur afrikanische Elefanten gezeigt. „Das neue Elefantenhaus wird ein wichtiger Meilenstein für die gesamte Elefantenhaltung in Europa sein“, hatte Knieriem bereits erklärt, als im Februar erste Details des Umbaus bekannt geworden waren. 

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