Eine Neuauflage der beliebten „Pyro-Games“ an diesem Samstag in Dresden nehmen Tierschützer zum Anlass, um ihrer Forderung nach einem Verbot privater und öffentlicher Feuerwerke in Deutschland erneut Nachdruck zu verleihen. Auf die Veranstaltung morgen bezogen, teilt die Tierschutzorganisation Peta auf ihrer Webseite mit: „Was als eindrucksvolle Veranstaltung geplant ist, bedeutet für unzählige Tiere Todesangst.“
Dabei ist sie sich der Unterstützung von Martin Brambach, alias Kriminalhauptkommissar Schnabel im Dresdner „Tatort“, gewiss.
Feuerwerk versetze Tiere in Todesangst
„Einen Feuerwerkswettbewerb auszurichten, der Tiere in Angst und Panik versetzt, der auch Menschen mit Lärm und die Umwelt mit Schadstoffen belastet, ist völlig unangemessen und überflüssig. Dass explodierende Raketen Hunde, Katzen und Wildtiere in Todesangst versetzen, ist nicht akzeptabel“, sagte Peta-Mitstreiter Tobias Schalyo auf der Webseite von Peta. Mit konkretem Dresden-Bezug sagt er weiter: „Es ist längst überfällig, solche schädlichen Events abzuschaffen.“
Zur Wahrheit gehört aber auch: Der Wettstreit der Feuerwerker findet in der Dresdner Flutrinne statt – einem weitläufigen Veranstaltungsgelände ohne unmittelbare Wohnbebauung. Dort finden regelmäßig Rockkonzerte mit pyrotechnischen Einlagen statt – die lautesten wohl 2024 mit vier Konzerten der Band Rammstein. Auch dagegen gab es damals Proteste von Tier- und Umweltschützern.
Martin Brambach und Christine Sommer werben mit ihren Hunden für ein Böllerverbot.
© Peta
Die Veranstalter der Dresdner Pyro-Games versprechen hingegen ein Spektakel für die ganze Familie, der reine Feuerwerksanteil dauert rund 45 Minuten. „Die Show ist eine aufwendig inszenierte Performance inklusive der darauf abgestimmten Musik. Jedes Jahr treffen sich die besten Pyrotechniker ganz Deutschlands und stellen sich mit ihrer Feuerwerkschoreografie der Publikumsjury“, so die Ankündigung. Es gäbe ein familiengerechtes Rahmenprogramm, Kinder bis zwölf Jahre haben freien Eintritt. Die Veranstaltung gibt es seit 2008 in der sächsischen Landeshauptstadt.
Dresdner Tatort-Kommissar wirbt für Böllerverbot
Für Haus- und Wildtiere seien sie dennoch purer Stress, so Peta. Der gebürtige Dresdner, Tatort-Schauspieler Martin Brambach, unterstützt deshalb das Böllerverbot der Tierschutzorganisation. Zusammen mit seiner Frau Christine Sommer und deren Hunden Nala und Juri posiert er für eine Kampagne mit der Forderung: „Bähm! Böllerverbot jetzt!“
Der nicht nachlassende Druck der Tierschützer zeigt Wirkung. Laut Peta streicht die Stadt Bonn aus Tierschutzgründen künftig das Feuerwerk bei „Rhein in Flammen“ aus dem Programm: Ab 2028 sollen dort Besucher mit tierfreundlichen Alternativen wie Drohnen- oder Lichtershows zum Staunen gebracht werden.
Kammerkonzert in Bad Salzelmen: Flöte, Cello und Klavier eröffnen am 15. November die Saison
Donald Trump muss bis 11. Dezember unter Eid aussagen – sonst droht Milliarden-Klage gegen die BBC das Aus
Eine von Peta in Auftrag gegebene Insa-Umfrage vom Januar letzten Jahres ergab unter 2005 Befragten, dass 58 Prozent ein bundesweites generelles Verbot von privatem Feuerwerk zum Jahreswechsel befürworten würden.
Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]