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Gesundheit

Tigermücke in Berlin auf Vormarsch: Wer gestochen wird, kann sich melden

Die Tigermücke droht, sich in Berlin auszubreiten. Das Bezirksamt Mitte hat nun eine Anlaufstelle für Bürger eingerichtet: Stiche oder gefangene Exemplare können dort gemeldet werden.

Team News dpa/BLZ
2 Min
Wegen der drohenden Ausbreitung der Tigermücke können sich Berliner künftig an eine Anlaufstelle wenden.

Wegen der drohenden Ausbreitung der Tigermücke können sich Berliner künftig an eine Anlaufstelle wenden.

© Ennio Leanza/KEYSTONE/dpa

Vergangene Woche hatte ein Experte des Landesamts für Gesundheit und Soziales (Lageso) Alarm geschlagen und ein entschiedenes Vorgehen in Berlin verlangt. „Für die Elimination der bekannten Tigermücken-Populationen gibt es in Berlin nur noch ein enges Zeitfenster“, sagte Epidemiologe Daniel Sagebiel dem Tagesspiegel. Schon in den nächsten Jahren könnten sich die Mücken nach seinen Worten so verbreitet haben, dass gefährliche Infektionen mit tropischen Krankheiten drohen würden

Asiatische Tigermücke: Brutgewässer sollen eliminiert werden

Die Tigermücke überträgt in südlicheren Regionen regelmäßig Viren, die Krankheiten wie Dengue, West-Nil-, Chikungunya- und Zika-Fieber auslösen können. Diese Mücken haben ein auffälliges schwarz-weiß gestreiftes Muster am ganzen Körper und sind kleiner als einheimische Stechmücken. Zum Risiko hierzulande schreibt das Lageso in einem Flyer: „Aufgrund der aktuell geringen Wahrscheinlichkeit einer Übertragung von Krankheitserregern besteht bei einem Stich der Tigermücke in Deutschland kein Grund zur Beunruhigung.“ Noch sei in Berlin auch noch nicht abschließend geklärt, was Bürgern geraten werde, die in ihrem Umfeld Tigermücken bemerken würden, hieß es aus dem Lageso. Bisher rät die Behörde dazu, mögliche Brutgewässer zu eliminieren – also zum Beispiel Gefäße ohne Abdeckung im Garten, in denen sich Wasser ansammeln kann.

Am Mittwoch hieß es, dass sich die Berliner Gesundheitsämter, das Lageso sowie die Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege nun auf ein gemeinsames Vorgehen verständigt hätten. Auch solle eine künftige Arbeitsgruppe etwa weitere Maßnahmen abstimmen. Betroffene erreichen den zuständigen Amtsarzt laut Angaben unter der E-Mail-Adresse [email protected].

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© Quelle:Europäisches Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC), Wikipedia . Grafik: Mónica Rodríguez/Berliner Zeitung


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