Seltsam, dass so etwas bei einem Film wie „Manta, Manta - zwoter Teil“ nötig ist. Denn man mag von Til Schweigers neuem tiefergelegten Humorgefährten halten, was man will, nur eines kann man nicht behaupten: Dass der Film ein Flop ist.
30 Jahre nach „Manta, Manta“ ist nun also der zweite Teil zu sehen und Schweiger selbst rührt dafür die Werbetrommel und nimmt es dabei mit der Wahrheit nicht so genau. Das Plakat zum Film lobt die Komödie mit Zitaten deutscher Medien, „Mantastisch! ‚Boah ey, wattn Spass!‘“, wird beispielsweise die Bild-Zeitung wiedergegeben.
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„Manta Manta, zwoter Teil“: Ein Film wie ein Loch im Kopf
„Der absolute Kult“, lautet die Bewertung des Spiegels. Hier sollte man schon stutzig werden, sind sich Schweiger und das Hamburger Magazin von jeher nicht grün und keiner seiner Filme oder Auftritte im Fernsehen wurde dort jemals gelobt. Der Satz ist ein Zitat aus einem Artikel des Magazin, aber dessen Chef vom Dienst, Jonas Leppin, klärt via Twitter über den Sachverhalt auf: „Tatsächlich zitieren wir in unserer Kritik nur einen Satz, den Til Schweiger sich selbst ins Drehbuch geschrieben hat und nun als Qualitätsstempel verwendet.“ „Die nicht allzu rasante Geschichte dreht in mehr als zwei Stunden viele unnötige Ehrenrunden“, zitiert Leppin den hauseigenen Kritiker Wolfgang Höbel.
Sicherlich ist Regisseur und Hauptdarsteller Schweiger nicht für die Kampagne verantwortlich, aber da der Schauspieler das vermeintliche Plakat auf seinem Instagram-Account geteilt hat, wird er wenigstens mal drauf gesehen haben. Es sei denn, er lässt den Feed von jemandem aus seinem Team bestücken, ohne selbst zu posten.
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