Rammstein

Till Lindemann singt Todeslied live in Krakau: „Dieses Lied erinnert mich an meine Mutter“

Rammstein-Sänger Till Lindemann releast „Übers Meer“ als Single-Vorbote seines kommenden Solo-Albums „Live In Kraków“. Darum rasten seine Fans jetzt aus.

3 Min
Rammstein-Sänger Till Lindemann im Januar 2026 in Australien

Rammstein-Sänger Till Lindemann im Januar 2026 in Australien

© James Forrester/Imago

Am 25. September erscheint Till Lindemanns erstes Solo-Live-Album, ganz ohne seine Brotjob-Band Rammstein: „Live In Kraków“ dokumentiert Lindemanns Krakau-Konzert am 1. Dezember 2025 im Rahmen seiner „Meine Welt“-Tournee. Wohl auch, um die Werbetrommel kräftig zu schlagen, erscheint nun als Vorbote bereits die Single „Übers Meer (Live In Krakow) “, samt spektakulärem Live-Video, ein Teil des Konzertfilms, der aufwendigst mit High-End-Kamera-Equipment fotografiert wurde.

Ganz neu ist das Lied „Übers Meer“ an sich nicht mehr: Bereits am 3. November 2023 erschien die Studio-Version auf Lindemanns Solo-Album „Zunge“. Am 3. Mai 2024 brachte Lindemann dieselbe zudem als Single raus, samt einem Remix beziehungsweise einer fürs Radio bearbeiteten Version des türkischen DJs Burak Yeter. Nun aber also alles: live in Polen. Sowieso hat es mit dem Lied eine ganz besondere Bewandtnis.

Den Song hat Till Lindemann seinem im Alter von 63 Jahren verstorbenen Freund, dem Berliner Gastronom Thomas Rothe, gewidmet, der lange in Prenzlauer Berg den Prater-Biergarten betrieb. Rothe galt als Weggefährte Lindemanns, der im Lied den Verstorbenen ansingt: „Ohne dich bin ich nicht, ist es immer kalt / Ach, warte doch, wart auf mich, ich komme bald.“

Goethe + Schiller + Strom = Lindemann?

Angesichts des emotional aufwühlenden Sujets nimmt es nicht Wunder, dass „Übers Meer“ auch bei vielen Fans stark resoniert: „Dieser Song erinnert mich immer an meine Mutter, welche dieses Jahr den Kampf gegen den Krebs verloren hat“, kommentiert eine Person bei YouTube Lindemanns zugehörigen Videoclip. „Bekomme jedes Mal Pipi in den Augen.“

Andere Fans bezeichnen das Lied als Lindemanns „traurigsten, aber besten“ Song aller Zeiten, loben seine „maskuline, aber wunderschöne“ Stimm-Performance. Lindemanns Vocals würden sogar immer besser „mit dem Alter“, heißt es bei den Fans.

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„Wenn Goethe oder Schiller Strom gehabt hätten, wäre so was wie Lindemann rausgekommen“, meint einer. „Danke für die stillen Momente und die Tränen!“ Der Song habe ihr geholfen, den Tod eines engen Freundes vor zwei Jahren zu verkraften, schreibt eine Userin, die sich „Kaiserin der Welt“ nennt.

Und auch dafür, wie Lindemann sich in Szene setzt, spendieren die Fans reichlich Applaus: „Die Videoproduktion, die Bühne, die Lichter, die Kostüme, die Performance, die Gefühle“, heißt es exemplarisch in einem Kommentar, „alles ist perfekt, nein, besser als perfekt.“ Wenn das so ist, sollte „Live In Kraków“ ja wohl bald weggehen wie Flammenwerfer-warme Semmeln.

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