Dani Sophia, 2025 Gitarristin beim Rammstein-Sänger Till Lindemann, inzwischen bei der Metal-Band Blue Medusa, ist auch schon in der Vergangenheit als Fürsprecherin für queere Menschen auf den Plan getreten. Allein der Fakt, dass sie selber selbstbewusst trans lebt und sich regelmäßig zum Status quo für LGBT insbesondere in ihrer Heimat USA äußert vor ihren mehr als 150.000 Followern, werten viele Fans auch als bedeutsames gesellschaftspolitisches Statement.
Nun hat Dani Sophia in ihrer Instagram-Story eine Warnmeldung der NGO Transgender Education Network of Texas (TENT) geteilt. Menschen, die trans sind, werden darin dazu aufgerufen, in der texanischen Hauptstadt Houston erhöhte Vorsicht walten zu lassen im öffentlichen Nahverkehr und in der Innenstadt – nicht zuletzt aufgrund verstärkter Polizei- und ICE-Präsenz durch die Fußball-Weltmeisterschaft. Auch Houston ist Austragungsort, wie gestern beim Spiel von Deutschland gegen Curacao.
Dani Sophia appelliert an Empathie und gegen Hass
In den letzten Jahren gab es in Texas immer wieder Vorfälle, bei denen Vertretern der Sicherheitsbehörden Transfeindlichkeit vorgeworfen wurde. Zusätzlich rät TENT transgender Menschen dazu, besonders vorsichtig auf Dating-Apps zu sein – und sicherheitshalber den eigenen Standort mit Freunden oder Familie zu teilen. Dating-Apps wurden wiederholt zum Tool, um queere Menschen in Fallen zu locken, auszurauben und zu misshandeln. „All dies über den Ort zu sehen, an dem ich aufwuchs, bricht mir das Herz“, schreibt die gebürtige Texanerin Dani Sophia.
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Dani Sophia, die selbst noch im texanischen Austin studiert hat, wohnt inzwischen in Denver, Colorado. Im seit zwei Dekaden republikanisch regierten Texas wurden in den letzten Jahren mehrere Gesetze und Maßnahmen verabschiedet, die von LGBT-Organisationen als Einschränkungen für trans Menschen bewertet werden.
Das demokratisch regierte Colorado gilt dagegen als einer der transfreundlicheren US-Bundesstaaten: Das Bundesland hat in den letzten Jahren seinen Antidiskriminierungsschutz für trans Menschen ausgebaut.
Dani Sophia sieht aber wohl nicht nur die Politik in der Verantwortung, sondern betont die Chance auf humanistisch-empathisches Umdenken bei jedem Einzelnen: „Wie sehr ich wünschte, dass Menschen lernen könnten, sich selbst in anderen zu sehen“, schreibt sie, „und andere auch in sich selbst – sodass es weniger Hass gegen LGBT in diesem Land gäbe.“
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