Interview

Tino Eisbrenner zum Klassentreffen der Ostmusik: Kultur als letzte Reserve

Tino Eisbrenner über die Rückkehr der Band Jessica nach 40 Jahren, die „Indianer Deutschlands“ und den notwendigen „Lyrischen Einspruch“ in unruhigen Zeiten.

Éva Péli
14 Min
Der Liedermacher Tino Eisbrenner: „Entweder ist unsere aktuelle Politik schlicht ‚dumm‘ oder sie folgt einem finsteren Plan.“

Der Liedermacher Tino Eisbrenner: „Entweder ist unsere aktuelle Politik schlicht ‚dumm‘ oder sie folgt einem finsteren Plan.“

© Ivonne Manteuffel.

Zum Klassentreffen der Ostmusik am 20. Juni 2026 kehrt eine Legende auf die Bühne zurück: Nach vier Jahrzehnten spielt die Band Jessica wieder. Doch für Tino Eisbrenner ist dieses Comeback weit mehr als ein nostalgischer Rückblick auf die eigene musikalische Biografie. In einem Gespräch, das Éva Péli unmittelbar im Anschluss an die Tournee des Künstler-Trios ELF mit ihm führte, erläutert er, warum der Dialog in unruhigen Zeiten unabdingbar ist. Eisbrenner, der sich konsequent als Brückenbauer versteht, spricht darüber, wie Kunst als friedensbewegte Kraft gesellschaftliche Gräben überwinden kann und warum er gerade jetzt den „Lyrischen Einspruch“ als notwendigen Beitrag zur Verständigung sucht.

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