Tippeltip: Glienicker Brücke und ~Wannsee-Villa"

Hoch über der Havel thront Nikolskoe

Heiner Hein
2 Min

Ausgangspunkt und Endpunkt: SBahnhof WannseeWglänge: etwa zehn KilometerAuf einer "Biiderbuchroute" geht es von der Glienicker Brücke durch ein ausgedehntes Waldgebiet nach Wannsee. Mit dem 166 er Bus wird vom S-Bahnhof Wannsee die Gilenicker Brücke in einer Viertelstunde angefahren.Bis 1990 verlief in ihrer Mitte die Grenze zwischen West-Berlin und der DDR. Nach dem Zweiten Weltkrieg machte dieses Bauwerk Geschichte. Auf ihr erfolgte der Austausch von Agenten der Weltmächte USA und UdSSR. Von diesem Havelübergang, der schon vier Jahrhunderte lang eine feste Verbindung zur alten Residenzstadt Potsdam herstellt, bieten sich einmalig schöne Blicke auf den Park Babelsberg mit dem restaurierten Flatowturm und dem Tiefen See.Mit einem Schwenk zur Königstraße wird das Schloß Glienicke und das gleichnamige Jagdschloß kennengelernt. Beide Häuser sind nur von außen zu betrachten. Das Jagdschloß, so chronistisch ausgewiesen, war 1682 als Jagdhaus fertiggestellt worden. Nördlich davon schlängeln sich durch das Waldareal hinter dem östlichen Havelufer zahlreiche Wanderwege zum Volkspark Klein Gilenicke und nach Moorlake bis hin nach Nikolskoe. 1819 wurde das Gebäude im Blockhausstll für die Tochter Charlotte von König Friedrich Wilhelm 111. gebaut. Die heutige Ausflugsgaststätte oberhalb der Havel verdient das Prädikat Einmaligkeit und ist weithin bekannt für Ihre deftige Küche. Gegenwärtig dominieren Pilzgerlchte mit frischen Pfliferlingen.Hinterm Haus wühlen sich acht putzmuntere Wildschweine durch den sandigen Waldboden. Auch Rehe gehören zu diesem Wlldgatter. Mit einem Blick zur Kirche St. Peter und Paul mit ihrer russischen Zwlebelkuppel geht es auf dem Feuerwehr- oder Kirchweg, dem Hänsel-Gretel-Steig oder aber auf schmalen Pfaden mit Kurs Wannsee.Ein historischer Ort sollte die letzte Station vor der Heimreise ab SBahnhof sein, die Gedenkstätte Haus der Wannseekonferenz, Am Großen Wannsee S -58. An den Wochenenden ist die Gedenkstätte ab 14 Uhr, an den Wochentagen außer montags ab 10 Uhr geöffnet. Anläßlich des SO. Jahrestages der Wiederkehr der Wannsee-Konferenz vom 20. Januar 1942, wo die Nazis die Endlösung der Juden beschlossen, ist dieses Haus 1992 der Öffentlichkeit übergeben worden. Neben der musealen Aufarbeitung der systematischen Judenausrottung umfaßt das Haus für alle Besucher eine offenstehende Mediothek. Der Eintritt ist kostenlos.

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