Als Ünsal Celik ans Mikrofon tritt, versagt ihm an diesem Montagmittag die Stimme. Immer wieder kommen dem 56-Jährigen die Tränen, immer wieder muss er seinen Kopf auf seine Hände stützen. Celik steht an der Stelle, an der vor 51 Jahren sein Freund Cetin am Kreuzberger Gröbenufer nahe der Oberbaumbrücke in die Spree fiel und ertrank. Weil ihn niemand auf West-Berliner Seite helfen konnte, und ihm kein DDR-Grenzsoldat helfen wollte. Cetin war fünf Jahre alt.
Maueropfer
Tod in der Spree: Cetin Mert starb mit fünf Jahren, weil Retter ihm nicht helfen durften
Gedenken an ein Maueropfer, das am Montag Geburtstag gehabt hätte: 1975 fiel der türkische Junge in Kreuzberg beim Spielen ins Wasser und ertrank.
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Ünsal Celik sah seinen Freund Cetin Mert im Wasser der Spree ertrinken und konnte als Kind nichts tun.
© Katrin Bischoff/Berliner Zeitung
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