Dort begann der Prozess gegen den 50-jährigen Arzt, dem zwischen 3 und 15 Jahren Haft drohen. Zwei 20 und 42 Jahre alte Frauen waren mit dem Wunsch nach einem größeren Po bei ihm erschienen und hatten sich ihr Gesäß mit körpereigenem Fett aufspritzen lassen. Kurze Zeit später waren sie tot.
Tod nach Brazilian Butt Lift: Arzt wegen Po-OPs angeklagt
Schönheitschirurg soll eine Reihe von Fehlern begangen haben
Dem Operateur wird von der Staatsanwaltschaft Körperverletzung mit Todesfolge in zwei Fällen vorgeworfen. Die Anklage stützt sich auf Gutachten, die dem Mann eine Reihe von Fehlern vorwerfen: Er habe nicht ausreichend über die Risiken der Eingriffe aufgeklärt, zu viel Flüssigkeit eingespritzt und Eingriffe ambulant ohne Nachsorge sowie Anästhesisten durchgeführt, die stationär mit Anästhesist hätten erfolgen müssen.
Schönheitschirurg und Kylie Jenner: Mark Zuckerberg hat Monster erschaffen
Außerdem habe er unzulässige Medikamente verabreicht und Narkosemittel zu hoch dosiert. Der Mediziner und seine Verteidiger führen dagegen mehrere Gegengutachten ins Feld. Demnach sei sein Handeln „lege artis“ gewesen, habe also den Regeln der ärztlichen Kunst entsprochen.
Der Arzt bot Po-Vergrößerungen (Brazilian Butt Lift) mittels Eigenfett-Implantation an. Eine Methode, die von plastischen Chirurgen wegen des Sterberisikos auch kritisch gesehen wird, weil Fettgewebe in die Blutbahnen gelangen und eine Embolie auslösen kann.
Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]