Das US-Justizministerium setzt sich dafür ein, Hinrichtungen auf Bundesebene künftig auch durch Erschießungskommandos zu ermöglichen. Justizminister Todd Blanche begründet den Schritt mit der eingeschränkten Verfügbarkeit von Mitteln für andere Methoden.
In einem Regierungsbericht spricht sich Blanche dafür aus, neben der Giftspritze weitere Hinrichtungsmethoden zu erwägen, darunter das Erschießungskommando. Damit könne das Ministerium auch dann Exekutionen vollstrecken, „wenn ein bestimmtes Mittel nicht verfügbar ist“, heißt es in dem Bericht. Das könnte beispielsweise auf die Substanz für die Giftspritze zutreffen.
Streit um Epstein-Akten: Donald Trump feuert Justizministerin Pam Bondi
Anatomie eines Staatsumbaus: Die Todesstrafe als Schlussstein der israelischen Rechtswende
Erschießungskommandos in fünf Bundesstaaten erlaubt
Auf Ebene einzelner Bundesstaaten ist die Hinrichtung per Erschießungskommando dem Bericht zufolge bereits in Idaho, Mississippi, Oklahoma, South Carolina und Utah zulässig. In den USA ist die Todesstrafe in mehr als zwei Dutzend der 50 Bundesstaaten erlaubt, in mehreren wird sie nach Angaben des Ministeriums faktisch nicht mehr vollstreckt. Neben der Giftspritze und dem Erschießungskommando wird unter anderem auch der elektrische Stuhl eingesetzt.
US-Präsident Donald Trump hatte in seiner ersten Amtszeit die Todesstrafe auf Bundesebene wieder aufgenommen. Sein Nachfolger Joe Biden setzte die Praxis durch ein Moratorium aus. Justizminister Blanche will die Vollstreckung auf Bundesebene nun wieder aufnehmen. (mit dpa)
Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]