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Hitzewelle

Tödliche Badeunfälle: Drei Menschen sterben in Berliner Gewässern

Seit Tagen treibt eine Hitzewelle die Menschen ins kühle Nass. Doch der Sprung ins Wasser endete für viele tödlich – bundesweit gab es am Wochenende 26 Todesfälle.

3 Min
Am Sonntag wurde am Kaisersteig in Oberschöneweide  eine Person leblos geborgen.

Am Sonntag wurde am Kaisersteig in Oberschöneweide eine Person leblos geborgen.

© Olaf Wagner

Am vergangenen heißen Wochenende sind nach Angaben der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) mindestens 26 Menschen beim Baden ums Leben gekommen – ausschließlich Männer und Jungen. In der Zahl seien auch Vermisste enthalten, deren Identität bekannt sei, die aber noch nicht gefunden wurden, teilte die DLRG mit. Die vorläufige Bilanz bezieht sich auf den Zeitraum von Freitag bis Sonntag. Bereits am Donnerstag habe es mindestens sieben weitere tödliche Unglücke gegeben.

Hinzu kommen laut DLRG mindestens acht Menschen, die unter Reanimation ins Krankenhaus gebracht wurden. Ein 15-Jähriger habe sich bei einem Sprung in einen Baggersee im baden-württembergischen Meißenheim mindestens schwer verletzt. Die Organisation erfasst auch Fälle, bei denen sie nicht selbst im Einsatz war.

Mehrere tödliche Badeunfälle in Berlin

Besonders betroffen war nach Angaben der Polizei Berlin, wo am Wochenende drei Männer in Gewässern starben. Am Volkspark Jungfernheide wurde die Feuerwehr am Samstag gegen 13 Uhr alarmiert. Trotz des dort geltenden Badeverbots sei eine Person ertrunken, eine Reanimation vor Ort blieb erfolglos. Nach Polizeiangaben handelte es sich um einen 42-jährigen Mann, den eine Gruppe in einem Schlauchboot leblos im Jungfernheideteich in Charlottenburg entdeckt hatte.

Am Tempelhofer Hafen kam es laut Polizei am Samstag ebenfalls zu einem tödlichen Badeunfall. Feuerwehrleute holten einen 51-Jährigen aus dem Wasser, konnten dann aber nur noch den Tod feststellen. Auch im Tempelhofer Hafen ist Baden verboten. Am Sonntagabend rückte die Feuerwehr gegen 19 Uhr zum Kaisersteig in Oberschöneweide aus. Dort war beim Baden eine Person nicht wieder aufgetaucht. Taucher bargen den Menschen leblos.

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Suche nach Schwimmer in Berlin-Schmöckwitz

Auf der Spree-Oder-Wasserstraße in Berlin-Schmöckwitz wird seit Sonntagabend ein Schwimmer vermisst. Drei Männer seien von einem gemieteten Tretboot aus ins Wasser gegangen, einer von ihnen sei dann nicht mehr auffindbar gewesen, sagte eine Polizeisprecherin. An der Rohrwallallee kam es zu einer großen Suchaktion mit Tauchern, die gegen 23 Uhr zunächst erfolglos eingestellt wurde. Am Morgen werde die Suche fortgesetzt.

Suche nach zwei Männern in sächsischer Talsperre

In der Talsperre Pöhl in Sachsen werden seit Sonntagnachmittag zwei Männer im Alter von 28 und 41 Jahren vermisst. Die beiden waren nach Angaben einer Polizeisprecherin gemeinsam mit einer 27-jährigen Frau mit einem Tretboot auf der Talsperre unterwegs. Als die Männer ins Wasser gingen, sollen sie von der Strömung abgetrieben und verschwunden sein. Die Frau erreichte mit dem Tretboot unverletzt das Ufer. Die nach Einbruch der Dunkelheit unterbrochene Suche werde mit Polizeitauchern, einem Sonarboot, einer Unterwasserdrohne und Suchhunden mit Hochdruck fortgesetzt.

DLRG: Männer überschätzen sich oft

Schon vor der Hitzewelle hatte die DLRG dazu aufgerufen, die Gefahren beim Baden und Schwimmen in der Hitze nicht zu unterschätzen. „Wir sehen immer wieder, dass gerade Männer ihre Fähigkeiten überschätzen und Risiken eingehen, die vermeidbar wären“, hatte DLRG-Präsidentin Ute Vogt gesagt. Im Jahr 2025 waren laut DLRG vier von fünf Ertrunkenen männlich (82 Prozent).

Seit mehreren Tagen werden in Deutschland Temperaturen bis an und über die 40-Grad-Marke gemessen. Auch nachts kühlt es vielerorts kaum ab. Ein Sprung in kaltes Wasser sei bei großer Hitze zwar erfrischend, belaste den Kreislauf jedoch stark. (mit dpa)

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