Mehrere Monate nachdem ein Mensch nach einer Attacke am Humboldt-Forum in Berlin-Mitte getötet wurde, hat die Polizei mehrere Haftbefehle vollstreckt. Wie die Polizei mitteilte, wurden am Montag sieben Menschen festgenommen. Konkret richten sich die Ermittlungen gegen acht männliche Personen im Alter von 16 bis 22 Jahren.
Sieben von ihnen wurden noch am Montag einem Richter am Amtsgericht Tiergarten vorgeführt. Dieser setzte die Haftbefehle in Vollzug. Ein weiterer Beschuldigter wird am Dienstag einem Ermittlungsrichter zum Zwecke der Verkündung eines Haftbefehls vorgeführt. Die Ermittlungen dauern an.
Attacke am Humboldt-Forum: Polizei verstärkte Präsenz
Am Samstag, dem 23. August, kam es zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung zwischen zwei Gruppen. Drei Personen sollen dabei von einer aus etwa 15 Menschen bestehenden Gruppe angegriffen worden sein. Ein 20-Jähriger wurde dabei durch mehrere Stiche schwer verletzt. Er verstarb später im Krankenhaus. Zu den genauen Hintergründen der Auseinandersetzung ist noch nichts bekannt. Seine Begleiter im Alter von 22 und 23 Jahren wurden leicht verletzt.
Zur Staatsangehörigkeit der Verdächtigen machte die Staatsanwaltschaft „aus ermittlungstaktischen Gründen“ keine Angaben. Ob aktuell noch nach weiteren Tätern gesucht werde, wollte der Sprecher nicht sagen.
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Nach der tödlichen Auseinandersetzung hatte die Polizei ihre Präsenz am Humboldt-Forum verstärkt. Polizeipräsidentin Slowik Meisel erklärte, man werde einer „Kriminalisierung“ dieses vor allem bei Touristen beliebten Ortes deutlich entgegentreten und sie nicht zulassen. „Dieser zentrale Punkt unserer Stadt soll von allen Menschen in der Stadt sicher nutzbar sein, um sich zu entspannen. Messer haben dort keinen Platz!“, betonte Slowik Meisel. Kurz vor dem Tötungsdelikt war es am Humboldt-Forum zu einer Messerstecherei zwischen zwei Gruppen gekommen, bei der mehrere Männer verletzt wurden. (mit dpa)
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