Trotz Reanimation

Nach Wohnungsbrand in Berlin-Friedrichsfelde: Mutter und Sohn sterben im Krankenhaus

Eine 26-jährige Mutter stirbt nach einem Brand in einem Hochhaus. Zuvor waren bereits ihr Säugling und ihr fünfjähriger Sohn verstorben.

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Der Hochhausbrand in Berlin-Friedrichsfelde forderte insgesamt drei Todesopfer aus einer Familie.

Der Hochhausbrand in Berlin-Friedrichsfelde forderte insgesamt drei Todesopfer aus einer Familie.

© Olaf Wagner

Nach dem verheerenden Wohnungsbrand in Berlin-Friedrichsfelde ist nun auch die 26-jährige Mutter ihren Verletzungen erlegen. Die Frau starb am Samstagabend in einem Krankenhaus, wie die Berliner Polizei mitteilte.

Damit forderte das Feuer vom 11. Februar insgesamt drei Todesopfer aus einer Familie. Der Säugling der Frau war bereits unmittelbar nach dem Brand verstorben. Am Freitagnachmittag erlag dann der fünfjährige Sohn seinen schweren Verletzungen.

Sowohl die Mutter als auch der Fünfjährige waren nach dem Brand reanimiert und anschließend in Krankenhäuser gebracht worden. Dort wurden beide seither intensivmedizinisch behandelt – letztlich jedoch vergeblich.

Feuer in 20-stöckigem Wohnhaus – 70 Menschen gerettet, mehrere Verletzte in Kliniken

Das Feuer brach in einer Wohnung in der Dolgenseestraße aus und breitete sich nach Angaben der Einsatzkräfte besonders schnell aus. Der Grund: Die betroffene Wohnung war stark mit Gegenständen zugestellt. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur handelte es sich um eine sogenannte Messie-Wohnung.

Die große Unordnung in den Räumen erschwerte den Feuerwehrleuten die Brandbekämpfung erheblich. Als die Einsatzkräfte vor Ort eintrafen, schlugen bereits Flammen aus den Fenstern des Gebäudes. Mit Atemschutzausrüstung drangen die Feuerwehrleute in das 20-stöckige Wohnhaus vor.

Insgesamt 70 Menschen wurden laut Feuerwehr aus dem stark verrauchten Hochhaus gerettet oder in Sicherheit gebracht. Acht Personen mussten nach Angaben der Feuerwehr in Krankenhäuser eingeliefert werden.

Die Polizei bezifferte die Zahl der Klinikeinweisungen auf vier Personen, die mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung behandelt wurden. Unter den Verletzten befand sich demnach auch der 75-jährige Bewohner der Wohnung, in der das Feuer nach ersten Erkenntnissen seinen Ursprung hatte.

Infolge des Brandes sind nach Angaben der Behörden noch vier Wohnungen in dem Hochhaus unbewohnbar. Die genaue Brandursache ist weiterhin Gegenstand der Ermittlungen.

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