Toni Kroos hat sich vor dem zweiten deutschen WM-Gruppenspiel gegen die Elfenbeinküste (20. Juni, 22 Uhr MESZ) in die Riege der Mahner eingereiht. Der Fußball-Weltmeister von 2014 glaubt aber fest an den nächsten Erfolg der DFB-Auswahl.
„Wenn wir physisch in der Lage sind, dagegenzuhalten, wenn wir in den Zweikämpfen da sind und wenn wir in der Konterverhinderung gut sind, dann werden wir das Spiel gewinnen“, sagte der 36-Jährige in seiner Sendung „Kroos und Kroos: Die WM unter der Lupe“ auf TikTok.
Der frühere Profi von Real Madrid und Bayern München betonte, dass die Ivorer um ihren Stürmerstar Yan Diomande von RB Leipzig deutlich stärker einzuschätzen seien als die Kicker aus dem kleinen Karibikstaat Curaçao. „Es wird auf jeden Fall ein anderes Kaliber, das ist uns allen klar“, sagte der Weltmeister und mehrfache Champions-League-Sieger, der Deutschland im Vorteil sieht: „Wir werden die bessere Spielstruktur haben. Wir werden die fußballerisch bessere Mannschaft sein.“
Starke deutsche Offensive: Toni Kroos setzt auf die Fähigkeiten von Kai Havertz (m.), Florian Wirtz (r.), Jamal Musiala und Co.
© Markus Ulmer/imago
Kroos setzt auf deutsche Offensive
Kroos glaubt aber auch, dass die DFB-Elf viele Ballverluste produzieren wird, „weil wir viel den Ball haben werden“. In diesen Situationen komme es seiner Meinung nach darauf an, „dass wir gut gewappnet sind für Konter, weil sie ein physisch starkes Team sind und schnelle Spieler haben“.
Der frühere Mittelfeldregisseur setzt vor allem auf die Offensive um Kai Havertz, Florian Wirtz und Jamal Musiala, die aktuell so stark sei, „dass die Elfenbeinküste über 90 Minuten nicht alles wegverteidigen kann“. Der in Greifswald geborene Ex-Nationalspieler tippt auf einen 3:1-Sieg für seine Landsleute, mit dem sie sich vorzeitig für das Sechzehntelfinale qualifizieren würden.
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Greifswalder sieht England weit vorne
In den Top drei seines persönlichen „Powerrankings“ befindet sich neben der DFB-Auswahl inzwischen auch das von Thomas Tuchel trainierte England. Der 36-Jährige habe den Weltmeister von 1966 zuvor nicht so auf der Rechnung gehabt. Beim englischen 4:2-Auftaktsieg gegen Kroatien habe er „ein komplett verändertes England gesehen im Vergleich zur EM 2024, wo sie zu Unrecht ins Finale gekommen sind. Das war wie Tag und Nacht.“
Schwächen haben die „Three Lions“ seines Erachtens höchstens auf der Torwartposition sowie in der Innenverteidigung.
Frankreich zählt Kroos ebenfalls zu seinem engen Favoritenkreis. Der Vize-Weltmeister von 2022 habe in seinem gewonnenen Auftaktspiel gegen Senegal (3:1) 50 Minuten lang „super ungenau, super schläfrig“ gespielt. Auch die französische Spieleröffnung bemängelte er: „Das Einzige, was mir ein bisschen abgeht, ist die fußballerische Komponente im zentralen Mittelfeld.“ Dennoch sieht er die zum letzten Mal von Didier Deschamps trainierte Mannschaft weit vorne. „Ansonsten hat Frankreich alles, um nach wie vor Favorit zu sein.“
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