Es sind Bilder, die verstören: Brennende Waggons eines Passagierzuges im Nordosten der Ukraine, Rettungskräfte, die Verletzte bergen, Angehörige, die nach ihren Angehörigen suchen. Mindestens fünf Menschen starben bei dem russischen Drohnenangriff am Mittwoch, weitere wurden verletzt. Präsident Wolodymyr Selenskyj reagierte mit scharfen Worten: „In jedem Land würde ein Drohnenangriff auf einen zivilen Zug genauso bewertet werden – als reiner Akt des Terrorismus.“
Die Empörung ist nachvollziehbar. Doch sie wirft eine unbequeme Frage auf: Warum sollte Russland für einen solchen Angriff völkerrechtlich zur Rechenschaft gezogen werden können, wenn westliche Nato-Staaten seit Jahrzehnten dafür kämpfen, dass genau dies nicht geschieht?
Kriegsvölkerrecht
Tote bei Drohnenangriff auf Zug: Warum Selenskyjs Terrorvorwurf den Westen einholt
Ein russischer Angriff auf einen Passagierzug fordert fünf Tote, Selenskyj spricht von Terrorismus. Doch der Westen hat selbst dafür gesorgt, dass solche Angriffe nicht geahndet werden. Eine Analyse.
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