Vor der dänischen Ostseeinsel Anholt ist ein toter Buckelwal gesichtet worden. Eine Gewebeprobe soll zeigen, ob es sich um den zuvor mehrfach in der deutschen Ostsee gestrandeten Wal „Timmy“ handelt. Die dänischen Behörden gaben an, dies sei „höchstwahrscheinlich“.
Morten Abildstrøm von der Naturschutzbehörde sagte:„Sowohl die deutschen als auch die dänischen Forscher, mit denen ich gesprochen habe, glauben, dass es sich höchstwahrscheinlich um den Buckelwal Timmy handelt.“
Das Tier liegt nach Angaben der dänischen Umweltbehörde Miljøstyrelsen rund 75 Meter vor der Küste und ist vermutlich bereits seit einiger Zeit tot. Das berichtete die Nachrichtenagentur Ritzau. Ob es sich um den Wal handelt, der Ende März erstmals vor Timmendorfer Strand gestrandet und rund einen Monat später in den Skagerrak gebracht worden war, ist zunächst unklar.
Behörden wollen Proben von Wal entnehmen
Nach Einschätzung des örtlichen Naturaufsehers Morten Abildstrøm handelt es sich um einen Buckelwal von schätzungsweise 10 bis 15 Metern Länge. „Er ist ziemlich groß. Wenn man es mit einem Fernglas betrachtet, kann man erkennen, dass es 10 bis 15 Meter groß ist", sagte Abildstrøm dem Sender TV 2 Østjylland. Die Behörden wollen den Kadaver bei Niedrigwasser erreichen und eine Gewebeprobe entnehmen, wie die Zeitung „Ekstra Bladet“ berichtete.
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Die dänische Umweltschutzbehörde warnte Schaulustige eindringlich davor, sich dem Tier zu nähern. Der Kadaver könne Krankheiten übertragen, die auch für Menschen gefährlich seien. Zudem bestehe Explosionsgefahr durch Gase, die sich im Inneren des toten Wals ansammeln.
Der Buckelwal „Timmy“ war von einer privaten Initiative nach mehreren Strandungen vor der deutschen Ostseeküste am zweiten Mai im Skagerrak freigelassen worden. Der zuvor am Tier angebrachte Sender liefert nach Angaben der Geldgeberin Karin Walter-Mommert keine Daten mehr.
Das könne darauf hindeuten, dass der Wal tot sei und nicht mehr auftauche – oder dass der Tracker defekt sei. Die Wal-Initiative erklärte, sie wisse nicht, ob es sich bei dem toten Tier vor Dänemark um „Timmy“ handle. Über den Umgang der Initiative mit den Trackerdaten war zuletzt eine Debatte entbrannt, in die sich auch das Umweltministerium von Mecklenburg-Vorpommern eingeschaltet hatte.
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