Fahndungserfolg

Toter Polizist Maximilian Stoppa in Lauchhammer: Mutmaßliche Drahtzieher in Polen gefasst

Ein Dresdner Polizist stirbt im Januar 2025 bei einem Einsatz gegen Autodiebe. Nun hat das LKA Sachsen die mutmaßlichen Drahtzieher in Polen gefasst.

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Ein Gedenkstein wurde an der Stelle aufgestellt, an der der 32-jährige Polizist aus Sachsen sein Leben verlor.

Ein Gedenkstein wurde an der Stelle aufgestellt, an der der 32-jährige Polizist aus Sachsen sein Leben verlor.

© Sebastian Kahnert/dpa

Mehr als 20 Monate nach dem Tod eines Dresdner Polizisten bei einem Einsatz in Südbrandenburg hat die Polizei die mutmaßlichen Drahtzieher einer Autodiebstahlbande ausfindig machen können. Fahnder des Landeskriminalamtes Sachsen (LKA) verhafteten letzte Woche gemeinsam mit polnischen Spezialeinheiten neun Männer im Alter zwischen 19 und 54 Jahren.

Das teilte das LKA auf Anfrage mit. Die Verdächtigen sollen zu einer Bande gehören, die den Polizisten Maximilian Stoppa im Januar 2025 bei einer Kontrolle in Lauchhammer (Landkreis Oberspreewald-Lausitz) überfahren und getötet hatte. Der 32-Jährige war von einem Tatverdächtigen bei einer Verkehrskontrolle angefahren worden, sein Tod hatte bundesweit Bestürzung ausgelöst.

LKA-Präsident: „Drahtzieher sind gefasst“

„Die Drahtzieher sind gefasst“, sagte Sachsens LKA-Präsident Dirk Lichtenberg. „Das ist mir sehr wichtig, weil mir der Tod meines Kollegen sehr nahegegangen ist und weil wir damit auch Gefahren für meine anderen Kollegen auf der Straße verringern können.“

Nach Angaben der Ermittler sollen die neun Beschuldigten zwischen 2017 und Ende 2025 hochwertige Autos in Deutschland gestohlen und in Polen gewinnbringend verwertet haben. Zugeschlagen habe die Bande unter anderem in Berlin, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Sachsen und Baden-Württemberg. Der Schaden belaufe sich auf mehr als drei Millionen Euro. Die Beschuldigten sitzen laut Staatsanwaltschaft Dresden in Auslieferungshaft.

BGH überprüft Urteil gegen mutmaßlichen Todesfahrer

Der mutmaßliche Todesfahrer, ein 27 Jahre alter Pole, war vom Landgericht Cottbus wegen eines illegalen Autorennens mit Todesfolge zu zehn Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt worden. Sowohl der Angeklagte als auch die Staatsanwaltschaft legten Revision ein, sodass der Bundesgerichtshof das Urteil überprüft. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Verurteilung wegen Mordes und eine lebenslange Haftstrafe gefordert, die Verteidigung eine geringere Haftzeit. (mit dpa)

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