Die ostdeutschen Länder Berlin, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen haben sich gemeinsam um den Grand Départ der Tour de France 2029 beworben. Der Auftakt des weltweit größten Radrennens in Deutschland wäre „ein starkes Zeichen für Freiheit und ein geeintes Europa“, erklärte der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU). Der Start solle zugleich an den Fall der Berliner Mauer und die Friedliche Revolution vor 40 Jahren erinnern.
Kretschmer verweist auf länderübergreifende Zusammenarbeit
Die Bewerbung zeige, was möglich sei, wenn über Ländergrenzen hinweg an einer gemeinsamen Vision gearbeitet werde, sagte Kretschmer. Das Radrennen würde Gäste aus aller Welt zusammenbringen und zugleich an die Menschen erinnern, die 1989 für Freiheit und Demokratie auf die Straße gegangen seien.
Der Verein German Cycling übergab die Bewerbungsunterlagen offiziell an die Amaury Sport Organisation (A.S.O.), die die Tour de France ausrichtet. Zu dem Termin im Jakob-Kaiser-Haus des Deutschen Bundestages kamen Vertreter aus Politik, Sport, Wirtschaft und Diplomatie aus Deutschland und Frankreich zusammen. Auf Seiten der A.S.O. nahmen Generaldirektor Yann Le Moënner und Tour-Direktor Christian Prudhomme teil.
Ostbeauftragte sieht Chance zur internationalen Aufmerksamkeit
Das Jahr 2029 markiere den 40. Jahrestag der Friedlichen Revolution, sagte die Beauftragte der Bundesregierung für Ostdeutschland, Staatsministerin Elisabeth Kaiser. Die Aufbauleistung der Menschen in Ostdeutschland seit 1989 verdiene Aufmerksamkeit und Anerkennung. Es sei an der Zeit, selbstbewusst über diese Entwicklung zu sprechen.
Ein Start der Tour de France in Ostdeutschland könne diese Botschaft laut Kaiser auf eine internationale Bühne tragen und die Leistungen der Ostdeutschen einem Milliardenpublikum sichtbar machen. (mit dpa)
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