Tour de France

Max Kanter auf Tour – Et. 15: Evenepoel-Sieg nach Vingegaard-Sturz und Aufgabe

Gut 20 Kilometer vor dem Ziel stürzt der Gesamtzweite Jonas Vingegaard, bricht sich das Schlüsselbein und muss die Tour aufgeben – vorn gewinnt Remco Evenepoel, Florian Lipowitz rückt auf Rang fünf vor.

Alexander Angierski
Alexander Angierski
3 Min
Remco Evenepoel: Der Belgier besiegt Tadej Pogačar und ist nun zweiter der Gesamtwertung.

Remco Evenepoel: Der Belgier besiegt Tadej Pogačar und ist nun zweiter der Gesamtwertung.

© David Pintens/imago

Die 15. Etappe der Tour de France verliert ihren Gesamtzweiten: Gut 20 Kilometer vor dem Ziel rutscht Jonas Vingegaard (Team Visma | Lease a Bike) an einem Kreisverkehr weg und stürzt. Der zweimalige Tour-Sieger hält sich die rechte Schulter und kann nicht weiterfahren. Mit dem Arm in einer Schlinge geht es zum Krankenwagen.

Die Diagnose seines Teams: ein gebrochenes Schlüsselbein und mehrere Schürfwunden. „Aufgrund der Schwere des Schlüsselbeinbruchs wurde ein chirurgischer Eingriff empfohlen“, teilt Visma mit. Damit ist die Tour für den 29-Jährigen beendet – als Gesamtzweiter, 4:30 Minuten hinter Spitzenreiter Tadej Pogačar (UAE Team Emirates-XRG).

Ein schwerer Sturz mehr in kurzer Zeit

Für Vingegaard ist es der nächste heftige Sturz binnen kurzer Zeit. 2024 verunglückte er bei der Baskenland-Rundfahrt, im vergangenen Jahr stürzte er bei Paris–Nizza und gab auf. Am ersten Ruhetag hatte er dem dänischen Sender TV2 von seinen Zweifeln erzählt: „Ich habe letztes Jahr gesagt: Wenn es so weitergehen soll, dann kann ich das nicht mehr machen. Deshalb haben wir auch einige Dinge geändert.“ Nun endet auch diese Tour im Krankenwagen.

Vorn entscheidet Remco Evenepoel (Red Bull-Bora-hansgrohe) die Bergankunft auf dem Plateau de Solaison für sich – zeitgleich vor Pogačar. Dritter wird Isaac del Toro (UAE Team Emirates-XRG), der in Vingegaards Sturz verwickelt ist und dennoch weiterfahren kann. In der Gesamtwertung rücken beide auf: Evenepoel auf Rang zwei, del Toro auf Rang drei.

Lipowitz rückt vor – und verliert doch Zeit

Florian Lipowitz (Red Bull-Bora-hansgrohe) kann den Besten am 11,3 Kilometer langen Schlussanstieg nicht folgen. Er verliert 58 Sekunden auf Sieger Evenepoel und Pogačar. In der Gesamtwertung rückt er dennoch auf Rang fünf vor und bleibt bester Deutscher – den Sprung verdankt er aber vor allem Vingegaards Aus. Auf den Dritten del Toro fehlen ihm 50 Sekunden.

Für Kanter zählt nur das Zeitlimit

Max Kanter (XDS Astana Team) erlebt den Tag wieder von hinten. „Heute hieß es für mich, im Zeitlimit zu bleiben. Das ist geglückt“, sagt er. „Jetzt heißt es, in die Regeneration zu gehen und den Ruhetag morgen zu genießen.“

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In der Punktewertung rückt Kanter auf Rang vier vor. Das hat auch mit Tim Merlier (Soudal Quick-Step) zu tun: Der bisherige Vierte fehlt in der Wertung – er hat die Tour aufgegeben. Am Montag folgt der zweite Ruhetag, dann beginnt die Schlusswoche. Die OAZ begleitet Max Kanter über alle 21 Etappen.

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