Mecklenburg-Vorpommern

Ostsee-Tourismus und AfD-Rekordergebnis: Was wurde aus der prophezeiten Stornowelle?

Als die AfD bei der Bundestagswahl 2025 in Mecklenburg-Vorpommern triumphierte, war die Aufregung groß. Medien berichteten von einer „Stornierungswelle“, Verbände äußerten sich besorgt. Doch die Touristen kamen trotzdem. Eine Spurensuche.

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Urlaub im Strandkorb auf Usedom: Von einer Stronierungswelle kann keine Rede sein.

Urlaub im Strandkorb auf Usedom: Von einer Stronierungswelle kann keine Rede sein.

© Olaf Schuelke/imago

Diese Meldung sorgte im vergangenen Jahr für Aufsehen. Weil die AfD bei der Bundestagswahl in Mecklenburg-Vorpommern mit 35 Prozent bei den Zweitstimmen mit Abstand stärkste Kraft wurde und auch noch alle Direktmandate gewann, würden viele Touristen ihren Urlaub an der Ostsee absagen. Von einer „Stornierungswelle“ war die Rede. Mehrere Medien, darunter der Spiegel und die Bild-Zeitung, griffen die Erzählung auf. Der Deutsche Tourismusverband (DTB) sah sich gar genötigt, mit Blick auf die Ergebnisse der Bundestagswahl vor zunehmender Fremdenfeindlichkeit, Intoleranz und auch Rassismus zu warnen. Die Weltoffenheit sei in Gefahr, hieß es in einer eindringlichen Mitteilung des Verbandes. Ist das so gekommen? Wie hat sich der Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern entwickelt? Und was ist dran an der „Blauen Welle“?

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