Viele historische Schriften hat Florian Illies zu Rate gezogen, als er sein Buch über Johannes Kunckel, den „Alchemisten von der Pfaueninsel“, schrieb. Er suchte Museen auf und betrachtete die vermutlich und die gesichert von Kunckel stammenden Objekte. Kunckel (1635–1703) war ein Handwerker mit beträchtlichen Kenntnissen in der Chemie. Sein Name ist verbunden mit farbig funkelnden Gläsern. Die waren so besonders, dass seine Dienstherren sich damit abfanden, dass er nicht in der Lage war, Gold herzustellen.
„Träume aus Feuer“ heißt das Buch. Der Titel greift die erforderlichen Temperaturen für die Produktion von Glas auf, das Rubinrot, mit dem Kunckels Gefäße beeindruckten, und enthält auch die Gefahren, denen Illies’ Held ausgesetzt war. Die Kapitelüberschriften im der biografischen Erzählung vorangestellten Inhaltsverzeichnis lauten: Kalt, Wärmer, Warm, Heiß, Zu heiß. Man kennt diese Reihung auch aus einem für Kinder spannenden Suchspiel; eine aufregende Geschichte wird hier auch erzählt.
Biografie
„Träume aus Feuer“: Florian Illies erzählt von einem Berliner Glasmacher
Dieses erzählende Sachbuch macht eine lokale Geschichte mit kulturhistorischer Relevanz lebendig. Und Illies schreibt so, dass man ihm gern folgt. Die Kritik.
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Florian Illies hat mehrere erfolgreiche Bücher geschrieben. Diesmal erkundet er Leben und Wirken eines Berliner Glasmachers.
© Markus Wächter/Berliner Zeitung
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